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Bundesliga Transfers

Nico Schlotterbeck kehrt zum SC Freiburg zurück

Dominik Hager
Union Berlin verabschiedet sich von Nico Schlotterbeck
Union Berlin verabschiedet sich von Nico Schlotterbeck / Maja Hitij/Getty Images
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Für Nico Schlotterbeck heißt es in der kommenden Saison Breisgau statt Europa. Der Leihspieler von Union Berlin wird im Sommer zu seinen Stammverein SC Freiburg zurückkehren. Der Innenverteidiger hat sich bei Union einen Stammplatz erkämpft, seinen Teil zum Erreichen der Conference League beigetragen und mit der U21-Auswahl bei der EM mitgespielt. In Freiburg freut man sich über die positive Entwicklung und möchte auf den 21-Jährigen setzen.


Union Berlin wird sich im Sommer nach einen neuen Innenverteidiger umsehen müssen. Die Hoffnungen, dass Leihspieler Nico Schlotterbeck in der Hauptstadt bleiben kann, sind nämlich passé.

"Der SC Freiburg hat sich klar geäußert, dass er zurückkommen muss, von daher ist das obsolet", erklärte Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert auf einer Pressekonferenz am Sonntag.

Der Tabellen-Siebte hätte den jungen Abwehrspieler prinzipiell behalten, zumal dieser einen guten Eindruck hinterlassen hat. Nachdem Schlotterbeck aufgrund von mehreren Verletzungen lediglich zwei Spiele in der Hinrunde absolvieren konnte, lief er in der Rückrunde in 14 Partien auf.

Auf den Spuren von Bruder Keven: In Freiburg erwartet uns ein Geschwister-Duell

Keven Schlotterbeck
Als Brüder und Konkurenten: Im kommenden Jahr sind Nico und Keven Schlotterbeck wieder vereint. / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Union kennt sich mit Schlotterbeck-Abgängen allerdings bereits gut aus. Vor einem Jahr war Bruder Keven Schlotterbeck ebenfalls an die Berliner ausgeliehen. Der 24-Jährige hat nach seiner Rückkehr nach Freiburg 24 Bundesligaspiele absolviert. Im kommenden Jahr werden wir also ein spannendes Bruder-Duell zwischen Nico und Keven sehen, die um einen Platz in der Innenverteidigung kämpfen. Welcher der beiden die Nase vorne haben wird oder am Ende sogar beide spielen, ist noch nicht absehbar.

Zudem ist noch fraglich, ob Schlotterbeck der einzige Leihspieler ist, der die "Eisernen" verlässt. Ruhnert ließ jedenfalls offen, ob Loris Karius und Taiwo Awoniyi eine Zukunft haben. Vor allem der Torhüter dürfte mit seiner Ersatzrolle nicht zufrieden sein. Der frühere Liverpool-Keeper könnte beim VfB anheuern, sollte Kobel den Klub verlassen. Eine Zukunft in Berlin ergibt jedenfalls für keinen Beteiligten Sinn.

Awoniyi war dagegen mit seinem Tempo und seiner Unbekümmertheit durchaus ein Gewinn. Wie es mit der Liverpool-Leihe weitergeht, werden die nächsten Wochen zeigen.

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