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Neue Arena für Real Madrid: So laufen die Umbauarbeiten am Bernabéu-Stadion

Oct 16, 2020, 2:29 PM GMT+2
Real Madrid v Paris Saint-Germain: Group A - UEFA Champions League
So wird es 2022 nicht mehr aussehen: das Estadio Santiago Bernabéu vor dem Umbau | Xavier Laine/Getty Images
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Ohne Pause gehen die Umbauarbeiten am altehrwürdigen Estadio Santiago Bernabéu zu Madrid voran. Die Heimstatt von Real Madrid erfährt zur Zeit eine spektakuläre Transformation. Die neun wichtigsten Aspekte dabei stellen wir hier vor.

1. Überall wird gleichzeitig gebaut

Bis 2022, spätestens aber 2023, will die Baufirma FCC mit den Arbeiten fertig sein. Zur Zeit wird gleichzeitig an der Fassade, an dem einziehbaren Dach (wie bei der Veltins Arena), am Parkplatz und an einem Tunnel gearbeitet.

2. Dach als Krönung

Das einziehbare Dach soll nicht nur optisch die Krönung der Arena werden. Es ist gleichzeitig auch die architektonisch herausforderndste Konstruktion. Mit seiner endgültigen Fertigstellung wird nicht vor 2022 gerechnet.

3. Tunnel soll die umgebenden Straßen entlasten

Des weiteren wird das Stadion über einen internen Tunnel verfügen, der den an- und abfahrenden Lkws als Transportweg dient. Dadurch sollen die Belastungen für die umliegenden Straßen gemindert werden.

4. Westteil des Stadions mit Aussichtsplattform

Im Westteil des Stadions soll eine Aussichtsplattform mit Blick auf den Paseo de la Castellan errichtet werden. Dort soll es zahlreiche Bars und Restaurants geben, die den Fans den Aufenthalt im Stadion so angenehm wie möglich machen. Hier wird der Knotenpunkt der diversen VIP-Loungen sein. Doch nicht nur an Spieltagen, sondern das ganze Jahr über soll man es sich hier munden lassen und die grandiose Aussicht auf das Bankenviertel der Hauptstadt genießen.

5. Einziehbares Spielfeld

Ebenfalls analog zur Veltins Arena, soll das neues Zuhause der Königlichen über ein ausziehbares Spielfeld verfügen. So will man im Stadion die Möglichkeit schaffen, binnen kurzer Zeit den Rahmen für so unterschiedliche Events wie ein Tennis-Spiel oder ein Rockkonzert zu schaffen. Die Arbeiten daran sind aufgrund der technischen Schwierigkeiten (unter dem Stadion verlaufen zwei Tunnels) etwas ins Stocken geraten, sollen aber bis zum Sommer nächsten Jahres beendet sein.

6. Ein Heer von Arbeitern

Zur Zeit arbeiten durchschnittlich 350 Arbeiter täglich an der Arena. In Spitzenzeiten sind es sogar über 500. Möglich hat dies auch der Umstand gemacht, dass die Profi-Mannschaft ihre Heimspiele seit dem Frühjahr im kleinen Estadio Alfredo di Stéfano (im Trainingszentrum Ciudad Real Madrid in Valdebebas) austragen kann. So hat die Corona-Pandemie sogar ein Stück weit dazu beigetragen, einige der Arbeiten vorziehen zu können, ohne auf einen parallelen Spielbetrieb Rücksicht nehmen zu müssen.

7. Aktuell kein Zugang zum Stadion möglich

Zur Zeit sind aufgrund der zahlreichen Baukräne und Lkws rund um das Stadion keine Aktivitäten innerhalb desselben möglich. Die Tore zum Innenraum bleiben deshalb weiterhin geschlossen.

8. Schmuckstück Anzeigetafel mit Spitzentechnologie

Die riesige Anzeigetafel im Inneren der Arena ist ein weiteres kennzeichnendes Merkmal. Sie umläuft das gesamte Rund, bietet also eine 360-Grad-Perspektive für die Zuschauer. Die Kosten für die darin verbaute Elektronik sollen sich auf bis zu 100 Millionen Euro belaufen.

9. Bernabéu-Stadion soll zur Gelddruck-Maschine werden

Am Ende soll das Stadion dem Klub auch helfen, mehr Einnahmen zu generieren. Man erwartet diesbezüglich eine Steigerung von bis zu 150 Millionen jährlich. Die sind dann auch dringend nötig - denn allein für die jährlichen Zinsen für das gigantische Bauvorhaben müssen die Madrilenen 25 Millionen pro Jahr locker machen.

(Quelle: marca.com)

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