Nächste Hertha-Finanzspritze vom Investor

Simon Müller
Investor Lars Windhorst im Berliner Olympiastadion
Investor Lars Windhorst im Berliner Olympiastadion / ODD ANDERSEN/Getty Images
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Im Herbst hatte die Meldung für Aufsehen gesorgt, dass Lars Windhorst einen (vorübergehenden) Zahlungs-Stopp veranlasst habe. Im Nachhinein erklärte sich so auch das etwas zögerlichere Auftreten der Hertha auf dem Transfermarkt. Nun sollen laut Bild-Informationen allerdings die nächsten Millionen aus der Investor-Kasse geflossen sein.

Windhorst habe demnach die letzten 20 Millionen Euro einer 50-Millionen-Tranche überwiesen, die ursprünglich bis Ende Juli bei Hertha hätte ankommen sollen. Trotz der Verspätung ist die Zahlung aber aus zwei Gründen wichtig für Hertha: Im Winter bieten sich so wieder deutlich mehr Optionen, wenn nötig auf dem Transfermarkt nachzulegen. Und außerdem ist es ein wichtiges Zeichen, dass auch die nächsten, ausstehenden 100 Millionen Euro bis zum nächsten Sommer fließen werden.

Damit würden Windhorsts Anteile dann auf 66,6% steigen - wohlgemerkt an Herthas Komplementärgesellschaft, der Investor hat weiterhin keinen direkten Einfluss auf das sportliche Tagesgeschäft.

Im Sommer 2019 war Windhorst bei Hertha eingestiegen, im ersten Jahr erwarb er in zwei Schritten für knapp 224 Millionen Euro insgesamt 49,9% Anteile. Wenn nun die noch ausstehenden Zahlungen fließen, wird Hertha spätestens im kommenden Sommer wieder auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Bereits im letzten Sommer hatte Hertha sich eigentlich nach einem Flügelspieler umgesehen, schlussendlich aber auch wegen begrenzter Mittel lieber auf anderen Positionen nachgelegt. Außerdem hat Hertha-Manager Michael Preetz bereits angedeutet, sich zumindest um eine feste Verpflichtung Guendouzis bemühen zu wollen, sollte dieser sein Niveau bei Hertha halten können.

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