Borussia Mönchengladbach

Nach Rose-Transfer: Gladbachs Hofmann ärgert sich über Streit-Gerüchte

Marc Knieper
Jonas Hofmann (28) respektiert die Entscheidung seines Trainers und wütet über die anschließende Lügenverbreitung
Jonas Hofmann (28) respektiert die Entscheidung seines Trainers und wütet über die anschließende Lügenverbreitung / Frederic Scheidemann/Getty Images
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Der bevorstehende Transfer von Cheftrainer Marco Rose entfacht medial und öffentlich weiterhin ein großes Feuer. Die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach möchten diese Flammen schleunigst löschen, stellen ein für alle Mal klar, dass alle Gerüchte "verlogen" seien und man sich nun zu 100 Prozent auf die restliche Saison konzentrieren wolle und könne.

Nach einem schwachen Auftritt gegen Mainz 05 (1:2) häufen sich die Stimmen, dass die Causa Rose die Saisonziele der Gladbacher gefährdet. Die Unruhe von außen ist bereits seit Bekanntgabe des Rose-Wechsels zum BVB enorm. Das Team habe verärgert reagiert, Matthias Ginter seinen Noch-Trainer der Lüge bezichtigt und der Mannschaftsrat über eine direkte Entlassung des Trainers nachgedacht. Dies nur einige der zahlreichen Gerüchte über vereinsinterne Streitigkeiten.

"Alles Lügen", erklärte Max Eberl unlängst auf der Pressekonferenz zum Rose-Abschied. Die Spieler stehen zu 100 Prozent hinter ihrem Trainer und man möchte gemeinsam "das Schiff in den Hafen bringen", ließ der Sportdirektor im Doppelpass bei Sport1 wissen. Auf der vereinseigenen Website verriet Kapitän Lars Stindl, dass innerhalb des Teams eine Akzeptanz für die Entscheidung des Trainers herrsche, da "so etwas heutzutage zum Fußball eben dazugehört."

Hofmann zieht den Hut vor Roses "Lebensentscheidung"

Auch Mannschaftskamerad Jonas Hofmann kennt das knallharte Geschäft des Fußballs nur allzu gut und äußert im Podcast kicker meets DAZN seinen größten Respekt vor der "Lebensentscheidung" des Fohlen-Coaches. Natürlich sei der ein oder andere Akteur ein wenig enttäuscht, "aber Marco hat ja laut seinem Vertrag keine Regeln gebrochen".

Die ständige Lügenverbreitung bringt den zweifachen Nationalspieler dabei besonders auf die Palme. "Es ärgert einen extrem, wenn solche Lügen verbreitet werden. Ohne, dass davon eine einzige Zeile stimmt", so Hofmann, der endgültig klar stellt: "Man hat ja auch viel Schwachsinn gehört, was da erzählt wurde. Dass es verbale Attacken gegeben hätte, was weiß ich was. Das ist sowas von verlogen."

"Wer jetzt noch an den Trainerwechsel denkt, bei dem läuft irgendwas falsch. "

Jonas Hofmann via kicker meets DAZN

Sich weiterhin mit diesen Gerüchten zu beschäftigen bringe deshalb überhaupt nichts. "Wir spielen jetzt gegen Manchester City. Wer jetzt noch an den Trainerwechsel denkt, bei dem läuft irgendwas falsch", meint Gladbachs Flügelspieler, die in dieser Saison nach 22 Spielen stattliche 17 Scorerpunkte verbuchen kann.

Neuhaus: Müssen "mit erfolgreichen Spielen entgegenwirken"

Für Mittelfeldmann Florian Neuhaus ist ebenso klar, dass der bevorstehende Trainer-Wechsel die Leistung seines Klubs keinesfalls negativ beeinflussen wird. "Wir sind in der Mannschaft professionell genug, dass wir es nicht an uns heranlassen", entgegnete Neuhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Florian Neuhaus (23) denkt keinesfalls an eine bevorstehende Abwärtsspirale
Florian Neuhaus (23) denkt keinesfalls an eine bevorstehende Abwärtsspirale / Joosep Martinson/Getty Images

Der 23-Jährige, der dem Vernehmen nach das Interesse aus Bayern und Dortmund weckt, weiß obendrein, wie auch der mediale und öffentliche Wahnsinn gestoppt werden kann: "Wenn wir Spiele gewinnen, wird sich alles im Rahmen halten, wenn wir hingegen Spiele verlieren, wird das Thema immer wieder aufkommen. Wir haben den Anspruch, dem Ganzen mit erfolgreichen Spielen entgegenzuwirken."

Dabei werden die kommenden Wochen für die Fohlenelf durchaus richtungsweisend. Am Mittwochabend empfängt die Borussia als klarer Underdog im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League das formstarken Manchester City. Samstag reisen Hofmann, Neuhaus und Co. zum aktuellen Bayern-Jäger Nummer eins: RB Leipzig. Am Dienstag darauf empfängt man dann Roses neuen Arbeitgeber zum Viertelfinale des DFB-Pokals im heimischen Borussia Park.

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