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Knapp vier Jahre nach dem BVB-Abschied: So stark ist Mikel Merino geworden

Dominik Hager
Mikel Merino ist der Mittelfeld-Star bei Real Sociedad
Mikel Merino ist der Mittelfeld-Star bei Real Sociedad / Juan Manuel Serrano Arce/GettyImages
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Der spanische Mittelfeldspieler Mikel Merino war bei Borussia Dortmund nie mehr als eine Randnotiz. Der heute 25-Jährige wechselte im Jahr 2016 aus Osasuna zum BVB, konnte sein Potenzial aber nie wirklich zeigen. Seine weitere Karriere zeigt nun aber, dass der Kicker mehr drauf hat, als man es in Dortmund offenbar vermutet hätte.


Mickrige neun Spiele hat Mikel Merino in seiner Zeit bei den Schwarz-Gelben absolviert. Lucien Favre ließ den Mittelfeld-Strategen mehr oder weniger links liegen und gab dem Spanier praktisch keine Bewerbungschance. Selbst eine Leihe nach Newcastle änderte wenig am Standing des Spielers, wodurch er den Dortmundern endgültig den Rücken kehrte und für sieben Millionen Euro fest zu den Magpies wechselte, die ihn wiederum für zwölf Millionen Euro an Real Sociedad verkauften.

Merino startet bei La Real und im Nationalteam durch

Wer dachte, dass die Borussia auch mit den sieben Millionen Euro noch einen guten Deal gemacht hat, sah sich getäuscht. Merino zeigte schon bald, dass er sich in der Reihe der großen spanischen Mittelfeldtalente nicht verstecken muss und wurde eine der Stützen im Team von Real Sociedad. Inzwischen hat der zentrale Mittelfeldspieler 147 Spiele für La Real auf dem Konto und ist der absolute Mittelfeld-Leader und ein Aushängeschild des Klubs. Nicht umsonst ist er mit einem Marktwert von 50 Millionen Euro (laut transfermarkt.de) der zweitteuerste Spieler im Klub.

Merino hat sich trotz der enormen Konkurrenz auch in der spanischen Nationalmannschaft festgespielt, für die er bislang elfmal zum Einsatz kam. Der Mittelfeldakteur hat sogar gar keine so schlechten Chancen, bei der WM 2022 als Stammspieler mitzuwirken, wenngleich diesen Anspruch viele andere Profis auch haben.

Merino und Bellingham hätten eine grandiose Achse bilden können

In Dortmund kann man sich definitiv darüber ärgern, wie die Sache gelaufen ist. Wenn man an Axel Witsel, Emre Can oder Mo Dahoud denkt, kommt man schnell zum Gedanken, dass keiner der genannten Akteure das Niveau von Merino mitbringt. Im Verbund mit Jude Bellingham hätte der Scociedad-Star ein Mittelfeld bilden können, dass noch für viele Jahre zu den besten in Europa gehören könnte. Merino als Stratege und Bellingham als Box-to-Box-Player hätten sich zudem perfekt ergänzt.

Nun scheint sogar Manchester City extrem heiß auf Merino zu sein. Pep Guardiola möchte den Spieler offenbar unbedingt in seinem Team sehen und hofft auf einen Sommer-Transfer. Als Ablöse sind 60 Millionen Euro im Gespräch. Mit seinen fußballerischen Anlagen, seinem taktischen Verständnis und seiner stark verbesserten Physis bringt er auch alles für den Guardiola-Fußball mit. In Dortmund könnte man sich wegen Merino noch öfter die Augen reiben.


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