VfL Wolfsburg

Max Kruse soll zum Wölfe-Retter werden - über 2023 hinaus

Simon Zimmermann
Max Kruse tauscht das Trikot der Eisernen gegen das der Wölfe
Max Kruse tauscht das Trikot der Eisernen gegen das der Wölfe / Lars Baron/GettyImages
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Unfinished Business hat Max Kruse beim VfL Wolfsburg noch zu erledigen. Angehen will er das mit Trainer-Kumpel Florian Kohfeldt. Und mit einem lukrativen Vertrag, der über 2023 hinaus seine Gültigkeit behalten könnte.


Als Max Kruse zum letzten Mal das Trikot des VfL Wolfsburg trug, war Sportdirektor Marcel Schäfer noch sein Teamkollege. In der Saison 2015/16 stand der 33-Jährige bei den Wölfen unter Vertrag. Sportlich sahen seine Statistiken damals ordentlich aus: 43 Pflichtspiele, neun Tore, zwölf Vorlagen.

Doch vor allem abseits des Platzes wurde Kruse schnell zu einer Figur, die nicht ins Konstrukt des Klubs passte. Die Taxi-Affäre war der negative Höhepunkt einer Entwicklung. Für den dreifachen deutschen A-Nationalspieler ging es nach nur einem Jahr weiter nach Bremen.

Kohfeldt und Kruse stärken sich gegenseitig

Dort spielte er unter Florian Kohfeldt, der Kruse sogar zum Kapitän machte. Das Duo Kohfeldt-Kruse harmonierte prächtig. Der Trainer gab seinem eigenwilligen Spielmacher die nötigen Freiräume. Und eben jener Trainer dürfte nun am meisten von DEM Überraschungstransfer des Winters profitieren.

Der 39-Jährige ist mit dem VfL seit zehn Spielen sieglos. Am kommenden Sonntag steigt sein vermeintliches Schicksalsspiel, wenn die Wölfe das Tabellenschlusslicht aus Fürth empfangen. Dann schon soll Kruse als Fixpunkt die in dieser Saison so harmlose VfL-Offensive anführen. 17 magere Treffer stehen für den VfL in der Bundesliga nach 20 Spielen zu Buche.

Florian Kohfeldt, Marcel Schafer
Florian Kohfeldt profitiert vom Kruse-Deal / Alex Grimm/GettyImages

Am heutigen Dienstagnachmittag wird der 33-Jährige erstmals mit seinen neuen Teamkollegen trainieren. Es soll der Startschuss für den Aufschwung in Wolfsburg werden. "Ich will dem VfL helfen, aus dieser Situation rauszukommen. Ich hoffe, dass wir mit mir die Kurve kriegen und wieder weiter oben angreifen können", erklärte Kruse.

Bei seiner Entscheidung nach Wolfsburg zurückzukehren, spielte sein neuer alter Trainer eine entscheidende Rolle. "Ich und Flo hatten eine sehr gute Zusammenarbeit in Bremen. Jeder weiß, was er an dem anderen hat. Flo hat eine sehr entscheidende Rolle gespielt", so Kruse. Die Wölfe seien zudem der einzige Verein gewesen, "bei dem ich meine Arbeit noch nicht abgeschlossen habe", betonte der Routinier.

Kruses Vertrag kann sich bis 2024 verlängern

Ein wichtiger Grund war natürlich auch das Finanzielle - Kruse soll laut Bild-Angaben 3,8 Millionen Euro im Jahr verdienen (brutto). Kruse gab das in seinen Statements unumwunden zu und erntete teils herbe Kritik, teils wurde er für seine Offenheit auch gelobt. So oder so, sein Vertrag in Wolfsburg ist bis 2023 gültig. Wie der kicker berichtet, soll sich das Arbeitspapier aber automatisch um ein Jahr verlängern können. Wie das Fachmagazin schreibt, soll das dem Vernehmen nach der Fall sein, wenn Kruse in der kommenden Saison 25 Pflichtspieleinsätze absolviert hat.

Unter diesem Licht betrachtet, kann man seine Äußerung, in Wolfsburg einen längerfristigen Deal unterschrieben zu haben, schon eher nachvollziehen. Seit Dienstagnachmittag geht es aber einzig allein um die Kurzfristigkeit: Kruse muss den VfL in der Tabelle wieder nach oben schießen - mit Trainer-Kumpel Kohfeldt an der Seitenlinie.


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