VfL Wolfsburg

"Unangemessener" Magath-Spruch: Wolfsburger rüffeln Kruse

Jan Kupitz
Max Kruse
Max Kruse / Stuart Franklin/GettyImages
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Max Kruse hatte vor wenigen Tagen über Felix Magath abgelästert. Dafür handelte er sich beim VfL Wolfsburg einen Rüffel ein.


Zu Beginn der Woche hatte Max Kruse auf seinem Twitch-Kanal mit flapsigen Sprüchen für Aufsehen gesorgt. Der Wolfsburg-Star verriet, dass er niemals zu einem Klub wechseln würde, bei dem Felix Magath angestellt ist. "Er ist ein Scheucher. Der ist krank, der macht Medizinbälle, bis die Leute kotzen", so Kruse in seiner gewohnt offenen Art.

Bei seinen Vorgesetzten kamen die Sprüche hingegen weniger gut an - nicht zuletzt, weil Felix Magath beim VfL Wolfsburg große Verdienste errungen und die Wölfe 2009 zur Meisterschaft geführt hat. Dementsprechend deutliche Worte musste Kruse sich von Sportdirektor Marcel Schäfer und seinem Chefcoach Florian Kohfeldt anhören.

"Es ist unangemessen, über Bundesligakollegen allgemein zu sprechen oder gewisse Kritik zu äußern über jemanden, der hier in Wolfsburg Außergewöhnliches erreicht hat - auch mit seiner Art und Weise, die hier sogar sehr geschätzt wird", wird Schäfer vom kicker zitiert.

Der VfL-Sportdirektor erwartet von seiner Mannschaft stattdessen "den vollen Fokus auf die eigene Aufgabe, auf das, was wir erreichen wollen. Da brauchen wir uns mit anderen Dingen nicht zu beschäftigen, das haben wir Max auch mitgeteilt."

Kohfeldt, der bekanntlich ein sehr warmes Verhältnis zu Kruse hat und ihm mehr Freiheiten gewährt als anderen Spielern, ergänzte: "Ich bin grundsätzlich immer jemand, der ihn verteidigt. Dies explizite Aussage fand ich unangemessen, das habe ich ihm auch gesagt."

Schäfer verwies mit einem Lächeln noch darauf, dass Magath dem Linksfuß womöglich sogar gut getan hätte: "Was wäre aus Max Kruse geworden, wenn er mal unter Felix Magath trainiert hätte?"


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