Max Eberl stellt frühere Kritik an RB Leipzig klar

Jan Kupitz
Max Eberl
Max Eberl / Christof Koepsel/GettyImages
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Max Eberl ist seit einem Monat als Geschäftsführer bei RB Leipzig tätig - der Verein, den er vor einigen Jahren noch scharf kritisiert hatte. Nun rechtfertigt der 49-Jährige seine damaligen Aussagen.


Im Jahr 2016 hatte Eberl öffentlich gegen RB Leipzig ausgeteilt und unter anderem das "Geschiebe von Spielern von Salzburg nach Leipzig und von Leipzig nach Salzburg" heftig kritisiert. Diese Transfers hätten "einen faden Beigeschmack, weil sie im Grunde zwei Kader haben", so Eberl damals.

Auch ein Jahr später hatte der damalige Gladbach-Manager gegen RB gefeuert und süffisant behauptet, dass die Leipziger "scheinbar kein Geld einnehmen" müssten. "Das zeigt ja schon ein einfacher Blick auf das Transferdefizit der letzten vier Jahre: RB gab, wie man hören konnte, etwa 150 Millionen Euro für Spieler aus und nahm im Gegenzug kaum etwas ein."

Dass Eberl nach seiner knapp einjährigen Auszeit ausgerechnet in Leipzig anheuerte, war vielen Fans - insbesondere den Gladbachern - angesichts solcher Aussagen ein großer Dorn im Auge. Der 49-Jährige musste sich in den vergangenen Wochen daher einiges an Kritik anhören.

Im Interview mit dem kicker wollte Eberl seine frühere Aussagen gerade rücken: "Natürlich hatte ich damals auch polemisch agiert, weil ich mit meinem Verein nicht die Möglichkeiten hatte wie Leipzig, und dass ich damals mit meinem Klub gegen die anderen gefightet habe, mag mir zugestanden werden."

Gleichwohl, das betonte der 49-Jährige ebenfalls, habe er in der Vergangenheit nicht nur Kritik an den Roten Bullen geübt, sondern "auch immer wieder anerkennend über RB gesprochen und betont, dass man in Leipzig nicht nur Geld hat, sondern damit auch Großartiges leistet". Es seien "hier extrem viele gute Entscheidungen getroffen" worden, lobte Eberl seine Vorgänger.

"Fehler gemacht" im Zuge des Gladbach-Abschieds

Der Neu-Leipziger sprach zudem über seinen Abschied aus Gladbach, in dessen Prozess er "bestimmt auch Fehler gemacht" habe, wie Eberl zugeben musste. Er fügte allerdings an, dass er "nicht mehr in der Lage gewesen" sei, "klar zu denken".

"Dass ich nach 23 Jahren bei einem Verein, bei dem ich sehr gerne gearbeitet habe und mit dem wir sehr erfolgreich waren, diesen durch die Hintertür verlassen musste", bewertete Eberl als "sehr schade".


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