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Matchwinner beim Comeback: "ter Stegen ist nicht Gott - aber er ähnelt ihm!"

Nov 5, 2020, 1:02 PM GMT+1
Marc Andre Ter Stegen
Feierte ein überragendes Comeback nach mehr als zwei Monaten Pause: Marc-André ter Stegen | Eric Alonso/Getty Images
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Von solch einem Comeback träumt jeder Fußballer. Zweieinhalb Monate lang fehlte Marc-André ter Stegen dem FC Barcelona aufgrund seiner Knieoperation im Sommer. Gestern stand er erstmals seit dem berühmt-berüchtigten 2:8 gegen die Bayern wieder zwischen den Pfosten. Und war am Ende der Garant für den knappen 2:1-Erfolg der Blaugrana gegen Dynamo Kiew.

Insgesamt sechs Paraden des Schlussmanns, einige davon von absoluter Weltklasse, verhinderten am Mittwochabend Schlimmeres für die Katalanen, für die das Spiel eigentlich optimal begonnen hatte.

Messi, der sich seine eigene Vorarbeit zum Foulelfmeter in der 5. Minute gab, stellte die Weichen früh auf Sieg. Der immer wichtiger werdende Pedri, mit einem Lattentreffer zwei Zeigerumdrehungen später, und Griezmann, der eine Hundertprozentige fast in derselben Spielminute vergab, verpassten es, die knappe Führung zu einem nervenschonenden Polster auszubauen.

Nur Tsygankov konnte ter Stegen überwinden

Und so waren am Ende die Heldentaten eines ter Stegen gefragt, um das 1:0 in die Kabine zu bringen. Auch unmittelbar nach der Pause verhinderte der Nationalkeeper das mögliche 1:1 in einem direkten Duell mit Tsygankov. Nach Piqués 2:0 Mitte der zweiten Halbzeit schien die Messe dann eigentlich gelesen, doch wiederum zehn Minuten später gelang es eben diesem Tsygankov, ter Stegen erstmals an diesem Abend zu überwinden. Es sollte das letzte Mal sein.

Denn irgendwann hatten es auch ter Stegens Kollegen kapiert, dass es wenig Sinn macht, den eigenen Torwart ständig in 1:1-Situationen mit den gegnerischen Stürmern zu schicken. Und so hielten sie im Verbund den letzten Angriffsbemühungen der Ukrainer stand und feierten am Ende ein schmuckloses 2:1. Und natürlich ihre Nummer 1: Marc-André ter Stegen.

"Ter Stegen ist nicht Gott - aber er ähnelt ihm", schrieb mit mediterranem Überschwang der as-Kolumnist Juan Cruz. " Auch MovistarFutbol bemühte bei seinem Tweet Vergleiche mit höheren Ebenen: "Ter Stegen ist zurückgekehrt - die Wunder sind zurückgekehrt!"

Fehlerfrei auch mit dem Ball am Fuß

Zusätzlich zu seinem rein torwart-technischen Repertoire (als ob das alleine nicht schon reichen würde), bewies ter Stegen einmal mehr, dass er auch mit dem Ball am Fuß einiges anfangen kann. Insgesamt spielte der 28-jährige Keeper 18 Pässe zu seinen Mitspielern - allesamt kamen beim jeweiligen Adressaten an.

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