Marco Reus erklärt: Darum ging er nach dem Mainz-Spiel nicht zur Südtribüne

Marco Reus
Marco Reus / ANP/GettyImages
facebooktwitterreddit

Nach der verpassten Meisterschaft waren alle Dortmunder bedient, so auch Marco Reus, der noch lange nach Abpfiff am Boden saß. Der BVB-Kapitän war am Ende einer der wenigen, der nicht zur aufmunternden Südtribüne gehen wollte. Nun erklärte Reus sein Verhalten.

Egal ob Mannschaft, Trainer, Mitarbeiter oder Fans: Bei Borussia Dortmund waren am späten Samstagnachmittag alle enttäuscht. Nachdem viele Spieler nach Abpfiff lange mit sich selbst beschäftigt waren, forderte die Südtribüne ihre Spieler nach einigen Minuten auf, auf sie zuzukommen, um sich den aufmunternden Applaus und motivierende Gesänge abzuholen.

Ausgerechnet BVB-Kapitän Marco Reus verzichtete jedoch auf den Gang zu den Fans, was sicherlich einige Zuschauer im Signal-Iduna-Park irritiert haben dürfte. Auch am Sonntag soll Reus nach einer Teamsitzung wortlos an mehreren Fans vorbeigelaufen sein, berichtet der kicker.

Am Montag meldete sich der 33-Jährige dann via Instagram zu Wort. "Es ist aktuell schwierig für mich, meine Gedanken, Gefühle, und Emotionen in Wort zu fassen", erklärte Reus getroffen. "Das, was die BVB-Familie am Samstag für uns getan hat, die Euphorie, die Stimmung rund ums Stadion, die guten Wünsche, die man aus ganz Deutschland erhalten und gespürt hat, das ist einmalig! Und all das zeigt uns, wie besonders dieser Verein und seine Fans sind. Eure Reaktion nach dem Spiel hat mich emotional komplett überwältigt. Ich war sprachlos und im ersten Moment auch total verloren. Ich weiß, ihr habt mich zu euch gerufen - aber ich war in diesem Moment zu gebrochen, um in eure Arme zu kommen."


Weitere BVB-News lesen:

feed


Schon zwei Tage nach der großen Enttäuschung blickte der Ex-Nationalspieler aber wieder nach vorne: "Ja es schmerzt, ja wir waren schon solange nicht mehr so nah dran - aber: Wer mich, diesen Verein und euch BVB-Fans kennt, der weiß, dass wir wieder aufstehen werden, weiter arbeiten und kämpfen werden - so wie es dieser großartige Club immer getan hat", versprach Reus.