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Manchester United

Ronaldo oder Fernandes? Das große Elfmeter-Dilemma bei Manchester United

Tal Lior
Carlos Rodrigues/Getty Images
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Am heutigen Samstagnachmittag steht das erste Spiel von Cristiano Ronaldo bei Manchester United seit seiner Rückkehr bevor. Dass der 36-Jährige im Sturmzentrum gesetzt sein wird, steht außer Frage. Wird er jedoch auch der primäre Standard- und Elfmeterschütze bleiben?


Ronaldo war in den letzten Jahren sowohl bei Juventus Turin als auch bei Real Madrid der erste Elfmeterschütze. Dass dies durchaus berechtigt war, bestätigen Statistiken, die man der Fußballplattform transfermarkt.de entnehmen kann: Ronaldo hat insgesamt nur 28 von 167 Elfer verschossen, was einer Erfolgsquote von über 83 Prozent entspricht.

Manchester United verfügt jedoch zugleich über einen Spieler, der rein statistisch gesehen sogar noch besser ist. Bruno Fernandes hat lediglich drei von 45 Elfmeter verschossen und weist dadurch eine Erfolgsquote von über 93 Prozent vor!

Bruno Fernandes
Bruno Fernandes muss womöglich trotz seiner hervorragenden Statistik auf Elfmeter verzichten / Gualter Fatia/Getty Images

United-Manager Ole Gunnar Solskjaer steht also vor einem Dilemma. Wenn er Fernandes weiterhin als ersten Elferschützen aufbietet, könnte er seinen neuen Superstar im Sturmzentrum verärgern. Andernfalls würde er auf den wahrscheinlich besten Elfmeterschützen Europas verzichten.

"Ich habe mich mit den beiden unterhalten und sie kennen meinen Standpunkt dazu", sagte der Norweger über die Elfmeter-Frage. "Sie wissen, dass ich entscheide, wer den Elfmeter schießt, wenn wir einen bekommen. Das wird kein Problem darstellen. Wir sind hier, um gemeinsam zu gewinnen. Wir haben zwei Spieler, denen ich mein Leben anvertrauen würde, um einen Elfmeter zu verwandeln, und das ist eine großartige Position, in der wir uns befinden."

Dieselbe Frage stellt sich übrigens in der portugiesischen Nationalmannschaft. Im Verlaufe der Europameisterschaft durfte tatsächlich nur Ronaldo die Elfmeter schießen. Solskjaer kann somit auf einen nützlichen Präzedenzfall zurückgreifen.

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