Ronaldo-Ersatz: Wird Man United ausgerechnet bei Al-Nassr fündig?

Henry Einck
Vincent Aboubakar
Vincent Aboubakar / KARIM JAAFAR/GettyImages
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Manchester United scheint einen vorläufigen Ersatz für Cristiano Ronaldo gefunden zu haben. Der kamerunische Stürmer Vincent Aboubakar soll kurz vor einem Wechsel stehen. Kurios: Aboubakar kommt von Ronaldos neuem Club Al-Nassr FC.


Manchester United befindet sich seit mehreren Wochen auf der Suche nach einem Ersatz für den abgegangenen Cristiano Ronaldo. Die Gerüchteküche brachte den Club mit europäischen Stars wie Victor Osimhen (24), Álvaro Morata (30) oder Olivier Giroud (36) in Verbindung. Es scheint nun aber wohl ein weitaus weniger prominenter Sturm-Ersatz zu werden.

Wie das arabische Medium OKAZ berichtet, hat Manchester United ein Leih-Angebot für Vincent Aboubakar (30) abgegeben. Der kamerunische Stürmer steht beim saudischen Top-Club Al-Nassr FC, der neuen Heimat von Cristiano Ronaldo, unter Vertrag. Die Red Devils würden die Sturm-Problematik mit einer Halbjahresleihe von Aboubakar vorläufig lösen. Im Sommer könnte dann ein größerer Name nach Manchester wechseln.

Dem gegenüber steht ein Bericht von Al Riyadh. Die saudische Tageszeitung berichtet, dass Al-Nassr FC den Vertrag mit Aboubakar aufgelöst hat, um Ronaldo registrieren zu können. Die Regularien der saudischen Liga sehen vor, dass maximal acht ausländische Spieler in einem Kader erlaubt sind. Ronaldo wäre der neunte Legionär. Dem Bericht zufolge hat Al-Nassr FC das Problem mit der Vertragsauflösung von Aboubakar gelöst. Für United würde das bedeuten, dass eine Leihe nicht mehr möglich wäre.

Ähnliches Modell in der Vergangenheit

Vincent Aboubakar hatte sich als kamerunischer Kapitän ins Rampenlicht gespielt. Der Stürmer erzielte in drei Gruppenspielen zwei Tore und steuerte einen Assist bei. Der 30-Jährige kennt Europa. Vor seinem Wechsel nach Saudi-Arabien im Sommer 2021 spielte der wuchtige Torjäger für Besiktas in der Türkei, den FC Porto in Portugal sowie für den FC Valenciennes und den FC Lorient in Frankreich.

Das Modell einer vorläufigen Sturmlösung bei Manchester United weckt Erinnerungen. Als der Premier-League-Club im Januar 2020 im Sturmzentrum unterbesetzt war, holten sie den Nigerianer Odion Ighalo (33) für ein Jahr leihweise von SH Shenhua aus China. Im Old Trafford erhielt der Back-Up-Torjäger kaum eine Chance. In der Premier League kam Ighalo kein einziges Mal von Beginn an zum Einsatz. Nur in der Europa League und in den Pokalwettbewerben durfte er sich über längere Spielzeit beweisen. Es ist fraglich, ob Aboubakar ein ähnliches Schicksal drohen würde.


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