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Löw-Nachfolge? Klopp und Flick stehen nicht zur Verfügung

Nov 22, 2020, 2:08 PM GMT+1
Jurgen Klopp
Konzentriert sich voll und ganz auf seine Aufgaben beim FC Liverpool: Jürgen Klopp | Chloe Knott - Danehouse/Getty Images
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Jürgen Klopp wird schon seit Jahren als möglicher Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw gehandelt, nach dem 0:6-Debakel gegen Spanien fiel in der Medienlandschaft auch der Name Hansi Flick. Beide Trainer wollen sich mit derartigen Gedankenspielen aber nicht befassen.

"Wow, ich dachte, das ist eine der Fragen, die ich in meinem Leben am häufigsten beantwortet habe", sagte Jürgen Klopp laut kicker, als er auf der Pressekonferenz vor dem Premier-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Leicester City auf den Bundestrainer-Posten angesprochen wurde.

Tatsächlich wurde der 53-Jährige, der seit fünf Jahren in Liverpool an der Seitenlinie steht, in der Vergangenheit häufiger gefragt, ob er sich vorstellen könne, Joachim Löw eines Tages zu beerben. Das beruht möglicherweise auf seiner immer gleichen Antwort: Grundsätzlich schließt er ein Engagement beim DFB nicht aus, für den Moment - und das ist bereits der Fall, seit er das erste Mal diesbezüglich gefragt wurde - stehe er aber nicht zur Verfügung.

""Ich habe keine Zeit, ich habe einen Job - einen ziemlich intensiven übrigens""

Jürgen Klopp

Eine andere Antwort ließ sich Klopp auch dieses Mal nicht entlocken: "In Zukunft vielleicht. Jetzt? Nein. Ich habe keine Zeit, ich habe einen Job - einen ziemlich intensiven übrigens. Und auch wenn das Wetter wieder schlecht ist, mag ich ihn", sagte er. "Ich bin hier für viele Dinge verantwortlich, deswegen werde ich nicht auf die Suche nach einer weiteren Herausforderung gehen. Wenn ich morgens aufwache, habe ich genug Herausforderungen."

Nationalmannschaft auch für Flick "kein Thema"

In dieser Woche warf Sport Bild einen neuen Namen in die Runde: Hansi Flick. Seit einem Jahr ist der frühere Co-Trainer von Löw (2006 - 2014) Cheftrainer beim FC Bayern, gleich in seiner ersten Saison gewann er das Triple. Bei der Klub-Weltmeisterschaft im Februar könnten die Münchner als zweite Mannschaft in der Geschichte alle sechs Titel eines Jahres gewinnen - mehr geht nicht.

Dem Magazin zufolge werde der Name Flick längst beim DFB diskutiert. Der 55-Jährige sei indes wegen der gescheiterten Vertragsverlängerung mit David Alaba unglücklich über die jüngsten Entwicklungen beim Rekordmeister, auch die angebliche Trennung von Jerome Boateng im kommenden Sommer missfalle ihm.

Hans-Dieter Flick
Hansi Flick ist nicht gewillt, den FC Bayern zu verlassen | Alexander Hassenstein/Getty Images

Doch auch Flick steht nicht zur Verfügung. Im Interview mit Welt am Sonntag erklärte er, dass er sich zwar freue, als potentieller Löw-Nachfolger gehandelt zu werden, DFB-Direktor Oliver Bierhoff habe jedoch betont, "dass dies aktuell kein Thema ist. Das gilt auch von meiner Seite." Stattdessen verwies er auf seinen bis 2023 gültigen Vertrag und erklärte, er habe "eine tolle Mannschaft und arbeite für einen tollen Verein. Derzeit stimmt vieles, insofern müssen wir uns keine Gedanken über andere Positionen machen."

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