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Liverpool und Barça heiß auf Adeyemi: Transfer schon in diesem Winter?

Simon Zimmermann
Karim Adeyemi bei seinem Debüt-Tor für Deutschland
Karim Adeyemi bei seinem Debüt-Tor für Deutschland / Markus Gilliar/Getty Images
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Der neue deutsche Shootingstar heißt Karim Adeyemi. Die internationalen Topklubs reißen sich bereits um den 19-jährigen Angreifer von RB Salzburg. Im Winter könnten zwei europäische Schwergewichte bereits einen Transferversuch wagen.


Karim Adeyemi war die große Überraschung im ersten Aufgebot von Bundestrainer Hansi Flick. Gegen Armenien durfte der 19-jährige Angreifer sein Länderspiel-Debüt feiern und sich gleich in die Torschützenliste eintragen.

Der gebürtige Münchner hat nicht erst mit seinem Auftritt für die deutsche A-Nationalmannschaft großes Interesse geweckt. Der 1,80m große Youngster besticht durch enormes Tempo, seinen Fähigkeiten im Dribbling und mit einem eiskalten Abschluss. Adeyemi kann sowohl über die Flügel eingesetzt werden, als auch im Sturmzentrum agieren.

Zuletzt hieß es, der FC Bayern habe großes Interesse an einer Rückholaktion des einstigen Jugendspielers. Der 19-Jährige wurde einst aus dem FCB-Nachwuchs verbannt und fand bei der SpVgg Unterhaching eine neue sportliche Heimat. Von dort aus ging es 2018 weiter zu RB Salzburg, wo er noch bis 2024 unter Vertrag steht.

Der U21-EM-Titel im Sommer, sein Debüt für die A-Nationalmannschaft, aber vor allem seine starken Leistungen für den österreichischen Meister haben Adeyemis Marktwert schon jetzt auf 20 Millionen Euro nach oben schnellen lassen. Sechs Tore und eine Vorlage erzielte der Youngster zum Saisonstart in der österreichischen Bundesliga an den ersten sechs Spieltagen. Dabei wurde der 19-jährige trotz seiner schmächtigen Statur jeweils als Mittelstürmer eingesetzt.

Liverpool und Barça wollen Adeyemi schon im Winter

Neben dem FC Bayern sind längst auch weitere internationale Schwergewichte am deutschen Angreifer dran. Nach Informationen von transfermarkt.de wollen allen voran der FC Liverpool und der FC Barcelona einen Vorstoß wagen. Demnach denken die beiden Topklubs über einen Transfer-Versuch schon in diesem Winter nach. Rund 30 Millionen Euro Ablöse sollen für den Neu-Nationalspieler fällig werden.

Fakt ist, Adeyemi wird sich seinen nächsten Klub aussuchen können. Auch der BVB soll ihn im Visier haben, dazu dürften weitere Spitzenvereine aus der Premier League kommen. Für Unterhachings Präsident Manfred Schwabl, so etwas wie Adeyemis Mentor, ist die Zukunft seines ehemaligen Schützlings vorgezeichnet. Im Sport1-Podcast 'Meine Bayern-Woche" erklärte Schwabl, dass für den 19-Jährigen der FC Bayern nur ein möglicher Zwischenritt sei.

Mentor Schwabl: "Auf Sicht wird die Insel seine Heimat sein"

Schwabl sagte zwar: "Der deutsche Fußball wäre gut beraten, ihn zurückzuholen." Doch hielt er auch fest: "Käme er nach Deutschland zurück, wäre es nur ein Zwischenschritt. Auf Sicht ist er ein Spieler für England. Er steht für Attacke, ist schnell und bereit für den Zweikampf. Das hat man schon gegen Armenien gesehen. Er kann Tore schießen und vorbereiten. Auf Sicht wird die Insel seine Heimat sein."

Manfred Schwabl
Haching-Präsident sieht Adeyemi früher oder später in der Premier League / Sebastian Widmann/Getty Images

Dort war er schon 2018 zu Gast. Damals lud der FC Chelsea zum Probetraining ein. Schwabl reiste mit Adeyemi nach London. Die Blues hätten den Youngster damals zwar gerne in die eigene Akademie geholt, Adeyemi entschied sich später aber für den Wechsel nach Salzburg. In der Rücksicht der richtige Schritt.

"Das war eine richtig interessante Erfahrung und Karim hat auch gut abgeschnitten. Er hat sogar beim älteren Jahrgang mittrainiert und Spuren hinterlassen. Aber für uns und die Eltern war immer klar, dass dieser Schritt mit 16 Jahren auf die Insel noch zu groß ist. Chelsea wollte ihn in die Akademie aufnehmen, aber wir haben gesagt, dass wir Karim noch unter den eigenen Fittichen haben wollen", so Schwabl.

Nun, drei Jahre später, ist Adeyemi endgültig auf der großen Fußballbühne angekommen. Es dürfte spannend bleiben, wohin ihn sein weiterer Weg führt. Aus der deutschen Brille betrachtet, dürfen wir uns in den kommenden Jahren über einen neuen Top-Stürmer freuen. Das Potenzial dafür hat der 19-Jährige bereits eindrucksvoll nachgewiesen.

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