Paris SG

Ärger um Messis Länderspielreise: "Leo, mehr Argentinier als Pariser"

Nikolas Pfannenmüller
Lionel Messi hat erst acht Pflichtspiele für PSG absolviert.
Lionel Messi hat erst acht Pflichtspiele für PSG absolviert. / Eurasia Sport Images/GettyImages
facebooktwitterreddit

Lionel Messi ist bei Paris Saint-Germain noch immer nicht mehr als eine Teilzeitkraft. Wegen Knie- und Oberschenkelproblemen verpasste er die Partie am Samstag gegen Girondins Bordeaux (3:2). Doch die argentinische Nationalmannschaft hat es sich nicht nehmen lassen, den Weltstar für die kommenden Länderspiele zu nominieren. PSG-Sportdirektor Leonardo kann diesen Schritt nicht nachvollziehen.


"Wir sind nicht einverstanden, den Spieler abzustellen, der unserer Meinung nach nicht in der körperlichen Verfassung ist oder sich im Reha-Prozess befindet", sagte Leonardo der Zeitung Le Parisien. "Das ist nicht logisch und solche Fälle sollten von der FIFA geregelt sein", so der Brasilianer weiter.

In der laufenden Saison ist Messi immer wieder ausgefallen. Das Ligaspiel gegen Girondins Bordeaux war längst nicht die einzige Partie, in welcher der Angreifer aussetzen musste. Schon drei Tage zuvor beim Rückspiel gegen RB Leipzig hatten seine Knieprobleme einen Einsatz unmöglich gemacht.

Messi verpasste schon etliche Spiele für PSG

Das Spiel Mitte Oktober gegen SCO Angers verpasste er, nachdem er zu spät von seiner Länderspielabstellung zurückgekehrt war. Ende September hinderte ihn eine Knochenprellung an Einsätzen gegen Metz und Montpellier. An den ersten beiden Spieltagen hatte er aufgrund von Trainingsrückstand nicht dabei sein können.

Bislang hat Messi erst fünf Ligue-1-Spiele bestritten und drei in der Champions League. Während er in der nationalen Liga noch kein Tor erzielen konnte, schoss er immerhin in der Königsklasse drei Treffer.

Für die argentinische Nationalmannschaft war er in jüngster Zeit regelmäßig aktiv. Er spielte sowohl in allen Duellen bei der Copa America im Sommer, als die Albiceleste den Titel holte, als auch in den fünf WM-Qualifikationsspielen seit September.

In den nächsten beiden Begegnungen trifft Argentinien am Samstag (0 Uhr nach mitteleuropäischer Zeit) auf Uruguay und am Mittwoch (0.30 Uhr) auf Brasilien.

Brisante Klausel in Messis Vertrag

Für PSG ist das Problem mit den Länderspielabstellungen Messis andererseits hausgemacht. In seinem Vertrag soll offenbar eine Klausel enthalten sein, die es ihm gestattet, Länderspiele gegenüber Einsätzen auf Klubebene vorzuziehen.

In Argentinien geht man derweil in Nationalstolz auf. In der jüngsten Ausgabe der argentinischen Zeitung Olé war zu lesen: "Leo, mehr Argentinier als Pariser."

facebooktwitterreddit