Sané-Transfer: Gespräche zwischen FC Bayern und Manchester City stocken

Florian Bajus
Leroy Sané will Manchester City verlassen. Die Gespräche zwischen dem englischen Spitzenklub und dem FC Bayern sind ins Stocken geraten.
Leroy Sané will Manchester City verlassen. Die Gespräche zwischen dem englischen Spitzenklub und dem FC Bayern sind ins Stocken geraten. / Fred Lee/Getty Images
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Der FC Bayern will Leroy Sané, und Leroy Sané will zum FC Bayern. Ohne eine Einigung zwischen dem deutschen Rekordmeister und Manchester City kann der langersehnte Transfer in diesem Sommer aber nicht über die Bühne gehen. Wie der Daily Telegraph berichtet, sind die Gespräche ins Stocken geraten. Der Grund: Die Ablösesumme.

Schon vor einem Jahr ging es zwischen den beiden Klubs um viel Geld. City soll im Sommer 2019 nicht weniger als 150 Millionen Euro für Sané gefordert haben, geplatzt war der Transfer letztlich aufgrund der Kreuzbandverletzung des deutschen Nationalspielers im FA Community Shield gegen den FC Liverpool.

Das Transfer-Drama erstreckte sich über die darauffolgenden Monate. Zweimal sollen sich die Bayern mit Sané geeinigt haben, neu mussten die Gespräche aufgerollt werden, nachdem er im Januar sein Management gewechselt hatte. Doch daran, dass sich die Verantwortlichen mit ihrem Wunschspieler einig sind, dürften spätestens seit vergangenem Freitag keine Zweifel mehr bestehen.

Seit über einem Jahr arbeitet der FC Bayern an einer Verpflichtung von Leroy Sané
Seit über einem Jahr arbeitet der FC Bayern an einer Verpflichtung von Leroy Sané / Michael Regan/Getty Images

"Leroy hat es abgelehnt, seinen Vertrag zu verlängern. Das weiß jeder", bestätigte City-Trainer Pep Guardiola Sanés bevorstehenden Abschied aus Manchester. Der Zeitpunkt sei allerdings noch nicht geklärt: "Wenn sich zwei Vereine am Ende der Saison einigen, dann kann er wechseln. Wenn nicht, wird er nach Ablauf seines Vertrags [Sommer 2021, Anm.] gehen."

Verhandlungen stocken - City bleibt stur

Eine Einigung zwischen Bayern und City ist allerdings noch nicht in Sicht. Übereinstimmenden Medienberichten aus Deutschland und England zufolge bieten die Münchner eine Ablösesumme in Höhe von 40 Millionen Euro - trotz der Corona-Pandemie und Sanés Wechselwunsch zu wenig für die Skyblues, so der Telegraph. Die Gespräche seien ins Stocken geraten, City könnte deshalb einen allerletzten Versuch wagen, Sané zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen. Allerdings habe der 24-Jährige seinen Standpunkt mehr als deutlich gemacht.

Alternativ könnte der Wechsel erst in einem Jahr über die Bühne gehen. Nachdem James Milner 2015 zum Nulltarif zum FC Liverpool gewechselt war, will City ablösefreie Transfers eigentlich vermeiden, jedoch seien die Verantwortlichen bereit, mit allen Mitteln Druck auf die Bayern auszuüben. Soll heißen: Wird die geforderte Ablösesumme nicht gezahlt, bleibt Sané bis zu seinem Vertragsende im Sommer 2021.

Laut Telegraph haben die Verantwortlichen das Gefühl, dass weder der Rekordmeister noch Sané ein weiteres Jahr abwarten wollen, ehe der Transfer über die Bühne geht. Eile herrscht in den Gesprächen aber nicht - denn der Transfersommer wurde noch nicht eröffnet.

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