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Leipzig dreht das Spiel und besiegt PSG mit 2:1: "Gut gemacht, die Buben"

Nov 5, 2020, 9:29 AM GMT+1
Christopher Nkunku
RB Leipzig konnte am Mittwoch einen wichtigen Sieg gegen Paris Saint-Germain feiern | Maja Hitij/Getty Images
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RB Leipzig konnte am Mittwochabend das wichtige Gruppenspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain drehen und am Ende mit 2:1 gewinnen. Während Julian Nagelsmann seine "Buben" zu loben wusste, gab es auch seitens Thomas Tuchel Anerkennung für den Leipziger Auftritt. Die Stimmen und Reaktionen zum Spiel.

Früh war RB Leipzig gegen Paris Saint-Germain in Rückstand geraten, was an den letzten kleinen Negativ-Lauf in der Bundesliga erinnerte: Dayot Upamecano war es, der durch einen unsauber gespielten Pass das 0:1 von Angel Di Maria (Vorlage von Moise Kean) einleitete. In der 16. Minute hielt Peter Gulacsi einen Handelfmeter von Di Maria. Das Team berappelte sich aber vergleichsweise schnell: Nach guten Chancen auf den Ausgleich war es in der 41. Minute Christopher Nkunku, der von außerhalb des Strafraums in die linke Ecke einschieben konnte.

Emil Forsberg konnte den Handelfmeter auf der anderen Seite, verursacht durch Presnel Kimpembe, in der 57. Minute zur 2:1-Führung umwandeln. PSG geriet in der zweiten Halbzeit noch zweifach in Unterzahl, weil sich sowohl Idrissa Gueye (69.) als auch Kimpembe (94.) noch Gelb-Rote Karten abholten. Nach drei Partien steht Leipzig punktgleich mit Manchester United an der Spitze der CL-Gruppe H, gefolgt von PSG auf Platz drei, während Istanbul Basaksehir (nach dem Heimsieg über Man United) punktgleich auf Rang vier steht.

Leipziger Freude und Pariser Reserviertheit: "Der Sieg fühlt sich super an"

"Wenn man den schlechtesten Start erwischt, der denkbar ist, ist es schwierig", wusste Marcel Sabitzer sein Statement zum Spiel (via Sportbuzzer) einzuleiten. Die positive Entwicklung während des Spiels wollte er aber nicht verkennen: "Wir haben aber Moral gezeigt und Mentalität und sind zurückgekommen. Wir haben die Kontrolle irgendwann übernommen und im Endeffekt verdient gewonnen. [...] Hinten waren wir etwas anfällig, das müssen wir auf dem Niveau abstellen." Beim Rückspiel in Paris sei der Sieg ebenfalls das Ziel, "aber dort wird es sicher schwierig", so Sabitzer.

Christopher Nkunku
Gemeinsame Freude nach dem Ausgleich von Leipzigs Nkunku | DeFodi Images/Getty Images

Auch Teamkollege und Torschütze Emil Forsberg zeigte sich anschließend erleichtert: "Der Sieg fühlt sich super an. [...] Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben mit Mut gespielt und wollten unbedingt gewinnen. Das hat man heute gesehen, finde ich." Auch wenn es gegen PSG "nicht einfach" gewesen sei, so der Schwede weiter, habe man es geschafft, "sie unter Druck zu setzen".

Leipzig-Coach Julian Nagelsmann wusste die Partie schon nach dem Abpfiff differenziert zu betrachten. So habe sein Team "aufgrund der eigenen Fehler" länger gebraucht, um ins Spiel zu finden. "Ihre Möglichkeiten waren von uns eingeleitet", merkte er an, während er auch das Glück ins Spiel brachte, da Gulacsi den Elfmeter zum potenziellen 0:2-Rückstand halten konnte. Dann habe sich sein Team aber gebessert: "In der Halbzeitpause habe ich den Jungs gesagt, dass sie sich mehr zutrauen sollen. [...] Gut zugehört und gut gemacht, die Buben. Wir haben keine Riesenchance zugelassen und die Standards gut verteidigt."

Julian Nagelsmann
Leipzig-Coach Julian Nagelsmann zeigte sich nach dem Spiel zufrieden | Maja Hitij/Getty Images

Der Trainer auf der Gegenseite, Thomas Tuchel, wusste den Gegner ebenfalls zu loben: "Leipzig war wie immer sehr intensiv, sehr physisch und aggressiv." Darauf sei man allerdings vorbereitet gewesen, den Kampf habe man angenommen. "So wie wir gespielt und begonnen haben, war ich zufrieden. Statt mit einem 2:0 in die Halbzeit zu gehen, steht es 1:1", resümierte der Coach, der auf Neymar und Kylian Mbappe verzichten musste. Die beiden Elfmeter und die Gelb-Rote Karte in der 69. Minute bezeichnete Tuchel als die "drei Schlüsselsituationen" im Spiel. "Wir werden im Rückspiel versuchen, das Ergebnis zu drehen und damit das direkte Duell für uns zu entscheiden."

Netzreaktionen zum Leipzig-Sieg gegen PSG

Während sich die Leipzig-Fans in den sozialen Netzwerken zunächst über die erste Hälfte ärgerten, sich später über die zweite Halbzeit und das Ergebnis freuten, gab es seitens PSG vor allem Kritik an der Mannschaft und zum Teil auch am ohnehin angezählten Thomas Tuchel.

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