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Leipzig im Champions-League-Halbfinale: Internationale Pressestimmen & Netzreaktionen zum RB-Coup gegen Atletico

RB Leipzig v Club Atletico de Madrid - UEFA Champions League Quarter Final
Leipzig schaltet als erstes deutsche Team Atletico aus | Pool/Getty Images

RB Leipzig hat es vollbracht: Die Roten Bullen setzten sich am Donnerstagabend etwas überraschend gegen Atletico Madrid durch und sind nun das fünfte deutsche Team der Geschichte im Halbfinale der Champions League!

Für die Colchoneros und ihren extrovertierten Trainer Diego Simeone war es die nächste bittere Enttäuschung in der Königsklasse. Zum ersten Mal musste sich Atleti in einem K.o.-Duell mit einem deutschen Team geschlagen geben (zuvor zweimal siegreich gegen Leverkusen, einmal gegen den FC Bayern).

Während die Euphorie in Deutschland groß war, hallte die Enttäuschung in Spanien am Morgen danach deutlich nach. Dort war man fest davon ausgegangen, dass sich die Rojiblancos gegen den Underdog aus Leipzig durchsetzen werden. Auf der Insel ist mit dem beeindruckenden Sieg der Leipziger die Erkenntnis gereift, dass RB doch mehr ist, als bloß Timo Werner!

Die internationalen Pressestimmen im Überblick:

Spanien

Marca: RB Leipzig schlägt und kegelt Atlético Madrid, trotz eines großartigen Joao Félix, aus dem Wettbewerb. 

as: Atlético stürzte erneut grausam in Lissabon. Dieses Mal aufgrund eines abgefälschten Schusses zwei Minuten vor dem Ende. Dank eines großartigen Joao Félix (eines Tages wird Simeone erklären müssen, warum er ihn in einem so wichtigen Spiel nicht von Anfang an brachte) haben sie es geschafft, die Führung durch Dani Olmo auszugleichen. Aber RB Leipzig war besser als Atlético. Julian Nagelsmann hat Simeone, der einmal mehr nicht in der Lage war, in einem K.o.-Spiel zu reagieren, taktisch übertrumpft.

Mundo Deportivo: Schwerer Schlag für Atlético, das von RB Leipzig eliminiert wurde. 

El País: Lissabon ist kein gutes Pflaster für Atlético. Die Frische Brise, für die Julian Nagelsmann und RB Leipzig stehen, hat den Vorteil gegenüber einem Atlético gebracht, dass lediglich in der Lage war, auf das revolutionäre und moderne Spiel der Deutschen zu reagieren, wenn Joao Félix am Ball war.

England

Daily Mail: Kein Werner? Kein Problem! Ein spätes Tor von Tyler Adams ebnet dem deutschen Underdog einen historischen Sieg über Diego Simeones Team und den Einzug in Halbfinale der Champions League gegen PSG.

The Sun: RB Leipzig hat bewiesen, dass es mehr als Timo Werner ist, als sie ihren Platz im Halbfinale mit einem beeindruckenden Sieg gegen Atlético Madrid gebucht haben.

Österreich

Kronen-Zeitung: Historisch! Leipzigs Bullen erstmals im Halbfinale. Der Traum geht weiter! RB Leipzig steht zum ersten Mal in der Klub-Geschichte im Halbfinale der Champions-League. Die Deutschen setzten sich am Donnerstag im Viertelfinale des Finalturniers in Lissabon gegen Atlético Madrid vor leeren Zuschauerrängen mit 2:1 (0:0) durch. Die Mannschaft um die Österreicher Marcel Sabitzer, der bei beiden Treffern seine Beine im Spiel hatte, und Konrad Laimer trifft damit am 18. August an der Algarve auf Paris Saint-Germain.

Schweiz

Blick: Atlético ausgekontert - Ein Joker schiesst Leipzig in den Halbfinal. Zweites Viertelfinale, zweiter Krimi: RB Leipzig stürmt gegen Atlético Madrid dank des 2:1-Treffers in der 88. Minute in den Halbfinal der Champions League.

RB-Coach Julian Nagelsmann war nach der Partie am Sky-Mikro mächtig stolz auf seine Mannschaft. Leipzig agierte extrem abgezockt und war im Spielaufbau sehr ballsicher. Einzig im letzten Drittel hatten die Roten Bullen Probleme, die guten Ansätze in echte Torgefahr umzumünzen - aber wer hat das gegen Atletico nicht?

Julian Nagelsmann zu seiner Gefühlslage nach dem Sieg:

"Erstmal ein Glücksgefühl, ich bin sehr stolz auf die Truppe. Es war sehr verdient, finde ich. Wir waren die bessere Mannschaft, haben es unglaublich leidenschaftlich verteidigt. Wir waren nach dem 1:0 etwas passiv, da wurde es etwas zu spannend. Wir haben zu leicht die Bälle verloren, wir haben wohl in dem Moment unser Glück nicht fassen können, dass wir so ein schönes Tor geschossen haben. Aber danach war es besser. Auch nach dem 1:1 finde ich, haben wir nicht lange gebraucht, um uns zu fangen. Das 2:1 war in der Entstehung letztlich etwas glücklich, aber es war der Raum, den wir bespielen wollten. Ich finde wir waren die bessere Mannschaft, deshalb bin ich sehr stolz auf die Jungs. Erstes Mal Viertelfinale, unter diesen Bedingungen, das war nicht so einfach. Ich habe da keine Nervosität gemerkt, das war schon sehr abgezockt."

Nagelsmann deutete in der Pause auch ein unschönes Aufeinandertreffen mit Simeone an. Verraten, was genau passiert war, wollte er allerdings nicht: "Außer in der Halbzeit war alles in Ordnung und ohne Berührungspunkte. Da hat er gezeigt, dass er ein Winnertyp ist, dass er gewinnen will. Ich hätte es so nicht gemacht, aber das muss jeder selbst entscheiden."

Die Reaktionen zum RB-Sieg im Netz:

Im Netz im Fokus: Atleti-Coach Diego Simeone, der schon in der ersten Halbzeit vor allem damit auffiel, dass er bei jedem RB-Foul eine Gelbe Karte forderte.

Es gab aber auch kritische Stimmen. Vor allem in Bezug auf das kommenden Halbfinal-Duell mit Scheich-Klub PSG (Dienstag, 21 Uhr).

Naja, ganz so uninteressiert scheint Twitter-User @SoEinAlbrecht dann nicht gewesen zu sein - sonst hätte er ja auch nichts twittern müssen...