Klopp erklärt, warum er gegen Ajax auf No-Name Kelleher vertraute

Kelleher erhielt von Klopp das Vertrauen
Kelleher erhielt von Klopp das Vertrauen / Pool/Getty Images
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Als die Fans des FC Liverpool am Dienstagabend auf die Startaufstellung der Reds blickten, staunten sie mit Sicherheit nicht schlecht. Im Tor stand weder Alisson noch sein Vertreter Adrian - sondern Caoimhin Kelleher, der aus dem Nichts ins kalte Wasser geworfen wurde. Nach Schlusspfiff begründete Jürgen Klopp seine Entscheidung.

Liverpools Stammkeeper Alisson musste aufgrund einer Hamstring-Verletzung, die ihn wohl gut zwei Wochen außer Gefecht setzen wird, kurzfristig für die Partie gegen Ajax Amsterdam passen. Doch anstatt auf die nominelle Nummer zwei Adrian zu vertrauen, ließ Klopp den spanischen Routinier auf der Bank und verhalf stattdessen dem 22-jährigen Caoimhin Kelleher zum Champions-League-Debüt.

Der Ire steht eigentlich bei Liverpools U23 in der Premier League 2 zwischen den Pfosten, durfte sich aus dem Nichts auf der größten Bühne der Vereinsebene beweisen. Und was soll man sagen: Der Newcomer machte seine Sache ausgezeichnet. Die Null stand, Kelleher zeigte vier Paraden und brachte 30 seiner 42 Pässe an dem Mann.

"Top! Top, top, top", schwärmte Klopp auf der Pressekonferenz nach Spielende von seinem jungen Schützling. "Es war leicht, sich für Caoimhin zu entscheiden, weil er es einfach verdient hat."

Gleichwohl gab Klopp auch zu, dass er sich nur ungern gegen Adrian entschieden hat, "weil er wirklich gut für uns war: Viele Spiele zu null, was für eine Saison er letztes Jahr hatte, Super-Cup-Finale und all diese Dinge. Er hat einen wirklich guten Job gemacht."

Klopp brauchte Kellehers "Paket"

Allerdings, so der Star-Coach weiter, brauchte er gegen Ajax "das Paket von Caoimhin - und er ist sowieso ein großes Talent, ein wirklich guter Keeper und ein Top-Fußballer, das gefällt mir".

Was Klopp mit diesem "Paket" meinte, führte er anschließend aus: "Das brauchten wir für das Pressing von Ajax, wir brauchten seine Chips von ihm in die Halbräume und solche Sachen. Das war wirklich gut, aber am Ende geht es natürlich auch darum, Paraden zu zeigen, den Ball nicht ins Netz zu lassen - und das hat er mindestens zweimal auf außergewöhnliche Weise getan. Ich bin ziemlich sicher, dass er entweder richtig gut oder gar nicht schlafen wird, aber er wird beides genießen."

Da Alisson auch die kommenden zwei, drei Spiele der Reds verpassen wird, dürften wir wohl noch mehr von Kelleher hören.