DFB-Team

Vor "Endspiel" gegen Spanien: Davon ist Kai Havertz genervt

Dominik Hager
Havertz kann die Positionsfrage nicht mehr hören
Havertz kann die Positionsfrage nicht mehr hören / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Seit dem Abschied von Miroslav Klose tobt beim DFB-Team eine nicht zu enden scheinende Stürmer-Debatte. Aktuell übernimmt Kai Havertz den Posten auf der Neun, jedoch ist auch der Chelsea-Star nicht über jeden Zweifel erhaben. Nach dem Spiel gegen Japan ist natürlich auch Havertz auf dem Prüfstand. Dieser zeigte sich nun aber genervt von der Debatte über seine Position.


Kai Havertz ist ein Offensiv-Allrounder, wie er im Buche steht. Im Fußball gilt hierbei aber manchmal das gleiche wie im Restaurant-Wesen. Wer alles machen kann, macht nichts so richtig gut. Selbstredend ist der 23-Jährige ein starker Spieler, aber eben keiner, der mit Stürmern wie Lewandowski, Kane oder Haaland mithalten kann. Nach der mäßigen Leistung von Havertz gegen Japan wurde er auf der PK zum wiederholten Male nach seiner Lieblingsposition gefragt. Auf diese Frage reagierte der Champions-League-Final-Held aus dem Jahre 2021 aber etwas dünnhäutig.

"Die Positionsfrage nervt mich mittlerweile echt, muss ich sagen. Jeder weiß jetzt mittlerweile, dass ich flexibel einsetzbar bin, dass ich auf der Nummer Neun spielen kann, dass ich auf der Nummer Zehn spielen kann, dass ich rechts spielen kann, dass ich links spielen kann", erklärte der mäßig gelaunte DFB-Kicker. Für ihn gelte es einzig alleine, alles für die Mannschaft in die Waagschale zu werfen. "Ich gebe Gas, egal wo es im Endeffekt ist", stellte er klar.

Havertz zeigt sich nach Japan-Spiel selbstkritisch: "Hast die Verpflichtung, Tore zu schießen"

Havertz gab jedoch auch zu, dass die Aufgaben im Sturmzentrum anders seien, man auf der Zehn "ein bisschen besser im Spiel integriert" ist und man auf der Neun "andere Räume finden" müsse.

Ob der flexible Offensivspieler auch gegen Spanien von Beginn an spielen darf, ist noch ungewiss. Seine eigene Leistung gegen Japan betrachtete er jedenfalls selbstkritisch. "Als Stürmer hast du die Verpflichtung, Tore zu schießen. Das habe ich gegen Japan jetzt nicht gemacht", zeigte er sich enttäuscht. Möglich, dass Flick statt dem Chelsea-Star mit Niclas Füllkrug oder Youssoufa Moukoko auf eine echte Spitze setzt.



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