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Juventus Turin

FC Bayern, aufgepasst: Probleme zwischen Chiesa und Allegri?

Jan Kupitz
Federico Chiesa
Federico Chiesa / Claudio Villa/Getty Images
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Federico Chiesa ist bei Juventus Turin eines der Gesichter, die eigentlich die Zukunft prägen sollen. Doch die Gazzetta dello Sport behauptet, dass es Probleme zwischen dem Offensivstar und Massimiliano Allegri geben könnte.


Obwohl er bei der EM zu den besten Spielern vom späteren Sieger Italien zählte, hat Chiesa bei den Bianconeri in der neuen Saison noch nicht allzu viel zu bestellen gehabt. Lediglich ein Startelfeinsatz sprang zum Saisonstart für den 23-Jährigen, zweimal wurde er zudem einegwechselt - wie beim jüngsten Serie-A-Kracher gegen Milan (1:1), als er 20 Minuten vor Schluss für Juan Cuadrado ins Spiel kam.

Doch sein Trainer war mit Chiesas Leistung alles andere als einverstanden. Laut Gazzetta dello Sport soll Allegri besonders über das Defensivverhalten seines Schützlings erbost gewesen sein - kurz vor dem Abpfiff hatte er Milans Rechtsverteidiger Pierre Kalulu aus den Augen verloren, der um ein Haar den Siegtreffer der Rossoneri erzielt hätte.

"Ich gebe zu, dass ich bei den Auswechslungen Fehler gemacht habe", sprach Allegri nach dem Spiel gegenüber DAZN Klartext. "Ich hätte mehr Defensivspieler einwechseln sollen, um die 1:0-Führung über die Zeit zu bringen."

Massimiliano Allegri
Massimiliano Allegri war richtig sauer / Marco Canoniero/Getty Images

Über Chiesa sagte Juves Coach: "Er wurde in einem schwierigen Moment des Spiels eingewechselt, und ich brauchte ihn, um den Ball in die gegnerische Hälfte zu bringen. Er muss wachsen und sich bewusst werden, was er tun kann, denn wir sind bei Juventus."

Danach ergänzte Allegri ziemlich deutlich in Richtung des 23-Jährigen: "Zum Glück hat der Schiedsrichter das Spiel abgepfiffen, denn wir haben hier offen gesagt eine Niederlage riskiert. Wenn man nicht begreift, dass man alle persönlichen Probleme beiseite schieben und als Außenverteidiger arbeiten muss, auch wenn man ein Stürmer ist, dann wird man diese Ergebnisse nicht nach Hause bringen. Alles, woran wir uns erinnern werden, ist, dass wir zwei Punkte weggeworfen haben."

Die Gazzetta dello Sport behauptet, dass es in der Beziehung zwischen Chiesa und seinem Trainer zu Problemen kommen könnte.

FC Bayern war im Sommer heiß auf Chiesa

Die Situation des Flügelspielers gilt es in den kommenden Wochen also genau zu beobachten, schließlich sollte ein Akteur mit Chiesas Potenzial eigentlich ein fester Stammspieler sein. Was er leisten kann, hat er während der EM eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Auch der FC Bayern, der im Sommer an Chiesa interessiert gewesen sein soll, dürfte die Entwicklung rund um den Italiener mit Argusaugen verfolgen. "Er ist schon ein super Spieler, weil er unglaublichen Elan und Dynamik verkörpert", schwärmte Julian Nagelsmann im Sommer bei derBild von Chiesa. "Ich kenne ihn schon lang und finde ihn herausragend, weil er so unbekümmert ist, oft ins Dribbling geht, sehr schnell den Abschluss sucht."

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