Juventus Turin

Juventus vor Umbruch: Mindestens 6 Spieler können gehen

Jan Kupitz
Alex Sandro und Arthur
Alex Sandro und Arthur / Stefano Guidi/GettyImages
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Juventus Turin hat sowohl sportlich als auch finanziell schon bessere Zeiten erlebt. Im Sommer könnte mindestens ein halbes Dutzend die Alte Dame verlassen.


Jahrelang suchte Juves Kader in Italien seinesgleichen - doch mittlerweile treiben sich in der Mannschaft einige Spieler herum, die nicht den hohen Anforderungen des Rekordchampions gerecht werden. Daher ist es keine Überraschung, dass Juventus nicht nur das zweite Jahr in Folge den Scudetto verpassen dürfte, sondern auch wieder einmal in der Champions League enttäuschte. Die Niederlage gegen Villarreal bedeutete das dritte Achtelfinal-Aus in Folge - unter drei verschiedenen Trainern.

Die Gazzetta dello Sport berichtet, dass Juve die Saison erneut mit rund 200 Millionen Euro Verlust abschließen wird. Hinter der Zukunft vieler Stars steht ein Fragezeichen. Laut der italienischen Sportzeitung könnten mindestens sechs Spieler die Turiner im Sommer verlassen.

Allen voran ist hier Paulo Dybala zu nennen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. "Im Herbst haben wir eine Einigung mit Dybala gefunden, das stimmt, aber dann haben sich die Dinge definitiv geändert. Wir haben neue Bewertungen vorgenommen, die notwendig waren", erklärte Juve-Boss Maurizio Arrivabene. "Diese lassen sich in vier Parametern zusammenfassen: Der technische Aspekt, die Anzahl der tatsächlichen Einsätze, die Dauer des Vertrags und der wirtschaftliche Wert, der dem einzelnen Spieler zuzuschreiben ist."

Zwar sei noch nichts entschieden, so Arrivabene weiter, doch die Parameter müssen respektiert werden. Man erkennt, dass Juve unter anderem wegen der Verletzungsanfälligkeit des Argentiniers zögert, seine Forderungen zu erfüllen - immer wieder musste Dybala wegen muskulären Problemen aussetzen; seinen Rhythmus fand er dadurch selten.

Neben dem Argentinier stehen weitere prominente Namen auf der Streichliste. Laut Gazzetta dello Sport sind Adrien Rabiot, Alex Sandro, Arthur und Moise Kean potenzielle Verkaufskandidaten, dazu soll Luca Pellegrini verliehen werden.

Bei Alvaro Morata komme es darauf an, ob Atletico Madrid den Bianconeri einen Nachlass auf die 35 Millionen Euro schwere Kaufoption gewährt - falls nicht, stehen auch beim Spanier die Zeichen eher auf Abschied. Immerhin: Bei Matthijs de Ligt spricht momentan mehr für einen Verbleib als für einen Wechsel.

Kandidaten, um den nicht vor Qualität triefenden Kader aufzupimpen, werden von der Gazzetta ebenfalls genannt. Doch insbesondere bei Verstärkungen für die Mittelfeldzentrale - Juves größte Baustelle - gibt es einige Hindernisse: Paul Pogba müsste seine Gehaltsvorstellungen deutlich reduzieren, damit Juve ihn sich leisten kann. Auch bei Jorginho und Frenkie de Jong scheint eine Verpflichtung nur sehr schwer darstellbar.

Die Spieler würden die Qualität im Mittelfeld zwar deutlich anheben, doch finanziell müssen die Turiner etwas kürzer als in den Vorjahren treten. Wenngleich der Vlahovic-Transfer gezeigt hat, dass Juve immer wieder für Ausrufezeichen sorgen kann.

Deutlich realistischer scheinen hingegen die Personalien Giacomo Raspadori (22, Sassuolo) und Nicolo Zaniolo (22, AS Rom) zu sein, die beide die Offensive verstärken könnten.


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