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Jürgen Klopp zu Tränen gerührt: "Es ist einfach unglaublich"

Jurgen Klopp
Jürgen Klopps Freude über die Meisterschaft mit Liverpool ist riesig | Alex Livesey - Danehouse/Getty Images

Am Donnerstagabend war es schließlich soweit, der FC Liverpool ist Meister der diesjährigen Premier-League-Saison. Das Team von Trainer Jürgen Klopp hat damit Historisches und Unglaubliches erreicht - er selbst war zu Tränen gerührt.

"Ich bin sprachlos, das ist unglaublich", versuchte ein zu Tränen gerührter Jürgen Klopp seine Emotionen zum frischen Meistertitel auszudrücken (via Sky Sports). Nach 30 Jahren konnte der FC Liverpool die Premier League gewinnen, und das, nachdem es in der letzten Saison bereits so knapp war.

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Es wird eine lange Nacht für Liverpool-Fans gewesen sein | OLI SCARFF/Getty Images

Das eigene 4:0 gegen Crystal Palace am Mittwochabend war der Wegbereiter, der FC Chelsea am Donnerstagabend ein willkommener Unterstützer. Die Blues hielten Liverpool-Konkurrent Manchester City vom Sieg ab, womit den Reds der Titel auch rein rechnerisch nicht mehr zu nehmen ist - früh war es absehbar, dass Klopp mit seinem Team Historisches erreichen kann, nun ist es geschafft.

"Ich bin total überwältigt" - Klopp über Titelfreude und die Geschichte des FC Liverpool

"Es ist so viel mehr als ich für möglich gehalten habe. Mit diesem Klub Meister zu werden, ist einfach unglaublich", führte Klopp weiter aus. Nach den zwei vorigen Meistertiteln mit Borussia Dortmund ist dies der dritte Liga-Sieg, den der 53-Jährige als Trainer zu verzeichnen hat - dazu ein ganz besonderer.

Bedenkt man die Historie und den Fan-Hintergrund, womit sich Klopp auch indirekt an die Anhänger Liverpools wandte, sei dieser Titelgewinn ein Erfolg für alle, da sie den Verein mit einer Seele erfüllen: "Für mich ist es einfach das Team zu motivieren, weil wir als Klub eine tolle Geschichte haben." Neben dem Gewinn der Champions League vor einem Jahr hat Klopp den Reds-Fans zwei äußerst erfolgreiche Jahre bescheren können. Zu einer Statue dürfte wohl nicht mehr viel fehlen.

Die Spieler verbrachten den Abend des Triumphes zusammen, alle schauten gebannt auf den Fernseher, wo ausgerechnet Frank Lampard einen großen Teil zur vorzeitigen Meisterschaft beitragen sollte. Dass mit Christian Pulisic ein ehemaliger Dortmunder Schützenhilfe für Klopp gab, ist nur ein weiteres außergewöhnliches Kapitel, wenn es um diesen Titel geht.

Nach dem Schlusspfiff fielen sich die Spieler in die Arme, sie tanzten und jubelten zusammen. Dass sie dabei dermaßen isoliert sind, vor allem von den zahlreichen Fans abgeschnitten, für die es sehr emotionale Tage sind, ist zwar eine traurige Randnotiz - in der aktuellen Virus-Lage, vor allem in England, aber nachvollziehbar und leider notwendig.

Reds-Fans feiern in Liverpool - Parallelen zum BVB: Verein mit neuem Selbstbewusstsein

Auch wenn sie nicht unmittelbar mit der Mannschaft feiern konnten, kannten die Fans in Liverpool kein Halten mehr. Viele strömten auf die Straßen, sangen, schwenkten die Fahnen und lagen sich in den Armen. Was auf der einen Seite absolut verständlich ist, speziell mit der Vereinsgeschichte, wird auf der anderen Seite wohl auch gesundheitliche Folgen haben. Für die Anhänger der Reds hatte der Titel in diesen Momentan aber Vorrang.

Somit hat sich Jürgen Klopp endgültig fest in den Memoiren des FC Liverpool verewigen können. "The Normal One", der schon früh die Sympathien hinter sich versammeln konnte, hat den Verein nachhaltig verändert. Neben den Trophäen der Champions League und nun der englischen Meisterschaft hat er dem Klub ein neues Gesicht und eine Menge neues Selbstbewusstsein gegeben. Also etwas, das er auch beim BVB so bravourös gemeistert hat, dass noch heute jeder neue Trainer mit ihm und seiner Amtszeit verglichen wird.