Jerome Boateng

Jérôme Boateng spricht über seinen Abschied bei Bayern und seine neue Heimat in Lyon

Malte Henkevoß
Jérôme Boateng im Trikot von Olympique Lyon.
Jérôme Boateng im Trikot von Olympique Lyon. / Eurasia Sport Images/GettyImages
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Im Sommer wechselte Jérôme Boateng vom FC Bayern nach Frankreich, um für Olympique Lyon die Schuhe zu schnüren. Mittlerweile hat sich der gebürtige Berliner im Nachbarland eingelebt, auch wenn die sportlichen Leistungen seiner Mannschaft noch Verbesserungspotenzial haben. Nun sprach Boateng im Interview über seine neue Heimat und die Zeit in München.


Bei Spox äußerte sich der Ex-Bayern-Star über seinen Abschied aus München. Er ärgerte sich unheimlich, dass dieser aufgrund der Corona-Pandemie nicht vor würdiger Kulisse stattfinden konnte.

""Meinen Abschied habe ich mir anders vorgestellt, klar [...] Nach all den Jahren und Erfolgen wünscht man sich zum Abschied eine ausverkaufte Arena.""

Jérôme Boateng

Gleichzeitig drückte Boateng Hoffnung aus, dass es vielleicht in der Zukunft ein Abschiedsspiel für ihn und andere Ex-Bayern wie David Alaba geben könnte.

Auch das Kapitel Nationalmannschaft hat er noch nicht abgehakt. Zwar müsse sich die Leistung bei Lyon aktuell erst mal stabilisieren und bessere Resultate herausspringen, aktuell steht Olympique mit Trainer Peter Bosz nur auf Rang zwölf in Ligue 1. Trotzdem sieht Jérôme Boateng die Tür noch nicht als geschlossen an und berichtet von einem Gespräch mit Bundestrainer Hansi Flick:

""Wir haben miteinander gesprochen. Wichtig ist für mich erst mal, gute Leistungen für Lyon zu bringen. Es gehört natürlich auch dazu, dass ich mit meiner Mannschaft erfolgreich bin, und das ist derzeit nicht unbedingt der Fall. Ich konzentriere mich bei diesen Diskussionen auf das, was ich sportlich selbst beeinflussen kann, alles andere kommt dann von selbst, wenn es sein soll.""

Jérôme Boateng
Boateng bei seinem Abschied des FC Bayern im Mai mit Herbert Hainer.
Boateng bei seinem Abschied des FC Bayern im Mai mit Herbert Hainer. / Alexander Hassenstein/GettyImages

Die Umgewöhnung fällt dem 33-Jährigen nicht schwer, er wollte eine neue Herausforderung im Ausland haben, lernt momentan ein- bis zweimal die Woche Französisch, um sich in Lyon heimisch zu fühlen. Außerdem stehen ihm mit dem Niederländer Peter Bosz als Trainer, der nach seiner Zeit in der Bundesliga ein hervorragendes Deutsch spricht, sowie dem Ex-Teamkollegen Xherdan Shaqiri ein paar bekannte Gesichter zur Seite. Das Spiel in der Ligue 1 im Vergleich zur Bundesliga beschreibt Boateng wie folgt:

""Das Spiel hier ist auf jeden Fall deutlich körperbetonter, dafür sind die Mannschaften in Deutschland taktisch besser ausgerichtet und auch technisch auf einem höheren Niveau. Die Liga entwickelt sich und bekommt durch PSG einen gewissen Glanz, auch wenn es noch einige andere starke Mannschaften mit teilweise sehr guten Einzelspielern gibt. Nach zehn Jahren Bundesliga macht es mir Spaß, in neuen Stadien zu spielen und mich mit neuen Gegenspielern zu messen.""

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