1. FC Köln

Jakobs stagniert in Monaco - Funkel: "Kein Verlust" für den FC

Jan Kupitz
Ismail Jakobs ist in Monaco noch nicht richtig angekommen
Ismail Jakobs ist in Monaco noch nicht richtig angekommen / Soccrates Images/GettyImages
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Ismail Jakobs hat nach seinem Wechsel zur AS Monaco einen schweren Stand - für Friedhelm Funkel nicht allzu überraschend.


Neun Jahre lang trug Ismail Jakobs das Trikot des 1. FC Köln, ehe er sich im Sommer dem französischen Topklub AS Monaco anschloss. Die Kölner strichen rund sieben Millionen Euro für das Eigengewächs ein und gewährleisteten so inmitten der Coronapandemie eine finanzielle Stabilisierung.

Wer dachte, dass sein Abgang dem Effzeh sportlich weh tun würde, der sieht sich (zumindest nach den ersten Wochen) getäuscht. Denn während die Kölner unter Steffen Baumgart einen tollen Saisonstart hinlegten und neben einem achtbaren achten Platz in der Bundesliga auch das Achtelfinale im DFB-Pokal erreichten, fristet Jakobs im Fürstentum ein Reservistendasein.

Nach elf Spieltagen in der Ligue 1 kommt Jakobs auf lediglich 200 (von 990 möglichen) Einsatzminuten. Erst zweimal stand das Kölner Toptalent bislang in der Startelf von AS-Coach Niko Kovac.

Ismail Jakobs
Ismail Jakobs ist in Monaco nur Reservist / Soccrates Images/GettyImages

Für Friedhelm Funkel, der Jakobs beim Effzeh in der vergangenen Rückrunde trainiert hatte, keine allzu große Überraschung. "Wenn du einen Spieler jeden Tag im Training siehst und dann eben auch bei den Spielen, dann lernst du ihn ja auch noch viel, viel besser kennen – ich habe ihn acht Wochen kennengelernt. Und ich war mir eigentlich sicher, dass er das in Monaco mit dieser Einstellung nicht schafft", feuerte das Trainerurgestein im Köln-Talk Loss mer schwade (via Express) gegen seinen ehemaligen Schützling und dessen Einstellung.

"Ich persönlich finde ihn beim FC nicht unersetzlich – und Monaco ist noch mal ein anderes Kaliber", erläuterte Funkel seine Ansicht.  

Der 67-Jährige vermutete, dass Jakobs in seiner Karriere gewisse Dinge "viel zu leicht zugeflogen" seien. "Er musste sich das nicht erarbeiten", führte Funkel aus. "Und deswegen ist das für mich jetzt nicht unbedingt ein Verlust auf der linken Seite."

Sehr deutliche Worte des Kölner Feuerwehrmannes. Angesichts der bisherigen Bilanz kann man Funkel jedoch nicht großartig widersprechen.

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