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Inter Mailand will sich Dybala ablösefrei schnappen

Jan Kupitz
Paulo Dybala
Paulo Dybala / Alessandro Sabattini/GettyImages
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Das wäre der Super-GAU für Juventus Turin und alle Fans der Bianconeri: Inter Mailand liebäugelt mit einer Verpflichtung von Paulo Dybala.


Noch im Herbst des vergangenen Jahres sah alles danach aus, als würde Dybala seinen auslaufenden Vertrag bei Juve langfristig verlängern. Beide Parteien sollen sich mündlich bereits einig gewesen sein - doch die Unterschrift lässt bis heute auf sich warten.

Der argentinische Sender TyC Sports berichtete in dieser Woche, dass Dybala sich sogar entschieden habe, seinen Vertrag auslaufen zu lassen. Angeblich haben die Turiner die Vertragskonditionen ändern wollen, was 'La Joya' selbstredend nicht passte - ein ablösefreier Wechsel im kommenden Sommer droht.

Auch die Gazzetta dello Sport vermeldet, dass die Beziehung von Dybala und Juve vor dem Aus steht. Es sei offensichtlich, dass es Spannungen zwischen den beiden Lagern gebe - und ausgerechnet Erzrivale Inter soll die Situation rund um den Spielmacher genauestens beäugen.

Inters Vorstandsvorsitzender Beppe Marotta, der viele Jahre bei Juventus aktiv war, ist dank seiner Beziehungen bestens über alle Entwicklungen in der Dybala-Personalie unterrichtet. Der 64-Jährige gilt als riesiger Fan des Argentiniers und würde sich einen ablösefreien Transfer des Juve-Stars nicht entgehen lassen wollen.

Beppe Marotta
Beppe Marotta ist ein Transfer-Genie / Valerio Pennicino/GettyImages

Ohnehin sind Verpflichtungen von Free Agents die Spezialität von Marotta: Bereits zu seiner Juve-Zeit zog er etliche Transferkracher für lau an Land; bei Inter sicherte er sich unter anderem die Dienste von Hakan Calhanoglu, Alexis Sanchez und Arturo Vidal ablösefrei. Wenn einer weiß, wie es geht, dann Marotta.

Die Gazzetta dello Sport ergänzt, dass bei den Nerazzurri im kommenden Sommer die Verträge von Arturo Vidal und Matias Vecino auslaufen, was etwa 16 Millionen Euro an Budget freischaufeln sollte. Geld, das man Dybala anbieten kann, um ihm einen Wechsel in die Modestadt schmackhaft zu machen.

Darf man dem Bericht Glauben schenken, so ist Inters Interesse an Dybala ernst und nicht nur dazu da, um für Unruhe beim Rivalen zu sorgen.

Sollten die Nerazzurri den Deal wirklich durchziehen können (wohlwissend, dass es bis dahin noch ein langer Weg sein wird), wäre es das nächste fette Ausrufezeichen, das Inter in Italien setzen würde. Die Mailänder haben im vergangenen Jahr nicht nur die Scudetto-Serie von Juve durchbrochen, sondern würden sich obendrein auch noch das Aushängeschild der Bianconeri sichern - es wäre ein echter Tiefschlag für die Turiner.

Was hinzu kommt: Während die Konkurrenz Probleme hat, ihre Stars zu binden (Milan bei Donnarumma, Kessie und Calhanoglu - Juve bei Dybala - Napoli bei Insigne und Mertens), hat Inter in dieser Hinsicht alles im Griff. Lautaro Martinez, Nicolo Barella und Federico Dimarco verlängerten langfristig und auch bei Marcelo Brozovic steht ein Vertragsabschluss kurz bevor.

Rosige Aussichten für den amtierenden italienischen Meister.


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