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FC Schalke 04

Ilkay Gündogan über seine Schalke-Zeit: "Das hat mich schwer getroffen"

Tal Lior
Robbie Jay Barratt - AMA/Getty Images
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Obwohl Ilkay Gündogan gebürtig aus Gelsenkirchen stammt, spielte er lediglich ein Jahr lang in seiner Kindheit für seinen Heimatklub Schalke 04. In einem selbstgeschriebenen Essay für TPT beschrieb der heute 30-jährige Star von Manchester City diese Zeit.


"Ich hatte mir gerade den Traum eines jeden Kindes in Gelsenkirchen erfüllt: Ich hatte einen Platz in der Akademie von Schalke 04. Ich war so stolz. Allein das Tragen des Abzeichens war ein tolles Gefühl", erinnert sich Gündogan an die jüngsten Jahre seiner Karriere.

Für den DFB-Nationalspieler war das Schalke-Erlebnis mit seiner ersten großen Enttäuschung im Fußball verbunden. Er erklärt, dass im Jugendteam nach einem Jahr darüber entschieden wurde, ob man bleiben darf oder gehen muss. "Also dachte ich, toll, wenigstens bin ich für ein Jahr sicher", so Gündogan über seine ersten Gedanken zu seinem neuen Abenteuer.

Gündogan musste in diesem Jahr jedoch ein halbes Jahr lang wegen einer Knöchelverletzung pausieren. Dies führte dazu, dass er in der nächsten Saison nicht mehr bei Schalke weitermachen durfte. "Oder, um es so auszudrücken, wie ich mich fühlte: Sie packten mich am Kragen und warfen mich raus."

Ilkay Guendogan
Ilkay Gündogan hat bis heute 44 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft absolviert / Alex Grimm/Getty Images

"Das hat mich schwer getroffen. Viel später würde ich es verstehen. Aber zu dieser Zeit fühlte es sich an, als wäre mein Traum vorbei und meine Karriere beendet", schreibt Gündogan, der zu diesem Zeitpunkt gerade mal acht Jahre alt war.

Gündogan schloss sich anschließend dem lokalen Amateurklub SV Heßler 06 an, drei Jahre später erhielten seine Eltern am Telefon ein erneutes Angebot von Schalke. "Ich sagte: 'Sag ihnen nein. Ich gehe nicht.' Der Schmerz war einfach noch zu groß."

Was haben sich seine Eltern wohl dabei gedacht, als ihr Sohn dieses Angebot ausschlug? "Ich glaube, meine Eltern haben mich irgendwie verstanden - aber nicht wirklich. Das war eine weitere Chance, meinen Traum zu verwirklichen, also warum sollte ich mich weigern, sie wahrzunehmen? Aber Schalke war meine erste Absage gewesen, und das tat wirklich weh."

Gündogan schloss sich in den Folgejahren Bochum, Nürnberg und Dortmund an, um schlussendlich bei Manchester City zu landen, wo er zu den wichtigsten Spielern des Kaders - und den besten Fußballern Deutschlands - gehört.

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