90min
Eintracht Frankfurt

Hütter-Erbe: Die Shortlist von Eintracht Frankfurt

Dominik Hager
Apr 14, 2021, 12:24 PM GMT+2
Es gibt weiterhin viele Spekulationen über die Nachfolge von Adi Hütter.
Es gibt weiterhin viele Spekulationen über die Nachfolge von Adi Hütter. / Alex Grimm/Getty Images
facebooktwitterreddit

Eintracht Frankfurt befindet sich auf der Suche nach einem neuen Trainer. Nach dem Abgang von Adi Hütter sollen die Hessen bereits einige Kandidaten ins Auge gefasst haben. Die Bild berichtet von einer Liste, die vier potenzielle Nachfolger umfasst. Auf dieser finden wir auch die eine oder andere Überraschung.

1. Oliver Glasner

Oliver Glasner
DANIEL ROLAND/Getty Images

Das Bundesliga-Trainer-Roulette ist gerade erst in Mode gekommen und könnte sich munter weiter drehen. Zwar gäbe es für den VfL Wolfsburg und Oliver Glasner sportlich keine Gründe für eine Trennung, dennoch ist ein Abgang des 46-Jährigen nicht auszuschließen. Grund hierfür ist das angespannte Verhältnis zwischen dem Cheftrainer und Sportchef Jörg Schmadtke. Eine Geschichte, die uns ein wenig an den Flick-Salihamidzic-Konflikt erinnert, wenngleich nicht in dem Ausmaße.

Für Glasner könnte folglich die Eintracht eine spannende Fluchtoption darstellen. Der Trainer besitzt noch ein Jahr Vertrag und wäre für eine Klausel, die bei deutlich unter fünf Millionen Euro liegen soll, verfügbar. Für die Frankfurter wäre der erfahrene und erfolgreiche Bundesligatrainer sicherlich eine interessante Option.

2. Roger Schmidt

Roger Schmidt
BSR Agency/Getty Images

An Roger Schmidt scheiden sich ein wenig die Geister. Auf der einen Seite zeigte dieser mit seinen Teams durchaus schnellen und erfolgreichen Fußball, auf der anderen Seite waren die Leistungen aufgrund von defensiven Defiziten oft instabil. Der frühere Leverkusen-Coach ist derzeit bei der PSV Eindhoven tätig und liegt mit Mario Götze und Co. auf dem zweiten Tabellenplatz.

Interessant könnte der 54-Jährige vor allem dann werden, wenn die Eintracht den Posten des Sportvorstands besetzt hat. Hier ist Leipzigs Markus Krösche ein Kandidat. Den 40-Jährigen und Schmidt verbindet nach ihrer gemeinsamen Zeit in Leverkusen ein freundschaftliches Verhältnis. Wie wichtig eine harmonische Zusammenarbeit von Sportdirektor und Trainer ist, sehen wir derzeit ja nur zu gut. Schmidt und Krösche haben ähnliche Auffassungen von Fußball und könnten das neue Duo bei der Eintracht bilden.

Problematisch ist jedoch, dass der Eindhoven-Coach (Vertrag bis 2022) keine Ausstiegsklausel besitzt.

3. Ralf Rangnick

Ralf Rangnick
JOHN MACDOUGALL/Getty Images

Ralf Rangnick könnte sogar in einer Doppelfunktion als Trainer- und Sportvorstand fungieren. Mit seiner geballten Fußballkompetenz und Erfahrung wäre er sicherlich ein Gewinn für die Eintracht. Laut Bild-Informationen könnte die Sache auch schon bald konkret werden. Dem Bericht zufolge will die Eintracht in dieser Woche ein erstes Kennenlerngespräch führen.

Der 62-Jährige dürfte mit Sicherheit darauf brennen, mit einem ambitionierten Klub voraussichtlich sogar in der Champions League zu spielen. Der frühere Leipzig-Coach stände zudem im Sommer zur Verfügung und müsste nicht von einem anderen Verein abgekauft werden. Es könnte sich folglich eine große Lösung anbahnen.

4. Sandro Schwarz

Sandro Schwarz
AFP Contributor/Getty Images

Mit Ralf Rangnick in die Königsklasse klingt gut vorstellbar, mit Sandro Schwarz erscheint dies dagegen eher unpassend. Dem Bericht zufolge steht allerdings auch der 42-Jährige in der engeren Auswahl. Sonderlich viel hat er eigentlich noch nicht auf der Visitenkarte stehen.

Der frühere Mainz-Trainer hielt den Klub zwar in der Saison 2017/18 und 2018/19 in der Liga, jedoch waren die Ränge 12 und 14 jetzt auch kein Ausrufezeichen. Nach neun Niederlagen in elf Spielen wurde Schwarz in der darauffolgenden Saison entlassen. Insgesamt holte der Coach im Schnitt 1,09 Punkte mit dem FSV.

Derzeit ist Schwarz bei Dinamo Moskau in Russland tätig und belegt den sechsten Tabellenrang. In Summe wäre der Coach mit Sicherheit die unspektakulärste Lösung und besitzt auch nicht die internationale Erfahrung, die wünschenswert wäre. Immerhin kennt er die Stadt bestens, zumal er bereits zu Mainz-Zeiten in Frankfurt lebte. Ein Gütekriterium ist das jedoch nicht.

facebooktwitterreddit