Hamburger SV

Hat der HSV einen "neuen" Heung-min Son an der Angel?

Guido Müller
Wird mit einem Wechsel zum HSV in Verbindung gebracht: Young-wook Cho vom FC Seoul
Wird mit einem Wechsel zum HSV in Verbindung gebracht: Young-wook Cho vom FC Seoul / SOPA Images/GettyImages
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Sportvorstand Jonas Boldt kündigte bereits vor einigen Wochen an, dass der Hamburger SV sich auch im kommenden Winter-Transferfenster mit potentiellen Neuzugängen beschäftigen werde. Eine mögliche Spur führt nun nach Südkorea.


Die Rothosen hatten gerade in Hannover ihr zweites Pflichtspiel dieser Saison verloren (0:1), als Boldt auf mögliche Neuverpflichtungen zu sprechen kam. "Der Kader ist gut, auch wenn man natürlich immer Optimierungen vornehmen kann. Es ist unsere Pflicht, sich mit dem Markt zu beschäftigen, daher werden wir das auch tun." (via mopo.de).

Was vom Manager noch bewusst vage gehalten wurde, könnte in den kommenden Wochen in konkrete Aktionen münden. Denn laut einem Bericht der südkoreanischen Tageszeitung Sports Chosun sollen die Hanseaten an einer Verpflichtung des Südkoreaners Young-wook Cho interessiert sein.

Auch Cho selbst soll Interesse an einem Wechsel zum HSV haben

Demnach solle es bereits ein konkretes Angebot der Hamburger an Chos aktuellen Klub FC Seoul gegeben haben - welches wiederum auch auf Gegeninteresse seitens des Spielers gestoßen sein soll. Dieser wolle unbedingt nach Hamburg wechseln.

Was auch nicht weiter überraschen kann. Denn mit südkoreanischen Importen lag der HSV in der Vergangenheit nicht verkehrt.

Zwar hatten sich vor dreieinhalb Jahren alle Verantwortlichen am Volkspark von der Leihe des damaligen Red Bull Salzburg-Stürmers Hee-chan Hwang etwas mehr versprochen (zwei Tore, zwei Vorlagen in 21 Spielen), doch an den grundsätzlichen Qualitäten des nunmehr bei RB Leipzig unter Vertrag stehenden und an den Premier-League-Klub Wolverhampton ausgeliehenen Stürmers kann es dennoch keine Zweifel geben.

Nur beim HSV konnte der flinke Stürmer seine Stärken, auch aufgrund von häufigen Länderspielreisen rund um den Globus, nie so richtig ausspielen.

Hwang Hee-Chan, Johannes Flum
Blieb in Hamburg unter seinen Möglichkeiten: Hee-chan Hwang / Boris Streubel/GettyImages

Ganz im Gegensatz zu einem anderen Südkoreaner, der beim HSV groß raus kam und die Station Hamburg als Sprungbrett für eine großartige Karriere nutzte.

Die Rede ist natürlich von Heung-min Son, der bereits im Jugendalter zum HSV stieß und sich binnen kürzester einen Namen machen konnte. Über Bayer Leverkusen ging es für den fünffachen Fußballer des Jahres in Korea zum Top-Klub Tottenham Hotspur, wo er seit nunmehr sechseinhalb Jahren beständig gute Leistungen abliefert.

Son Heung-Min
Soll sogar schon bei Real Madrid auf der Agenda gestanden haben: Ex-Rothose Heung-min Son / Mike Hewitt/GettyImages

Derartige Erfolgsgeschichten bleiben natürlich auch den Talenten in Südkorea nicht verborgen. In seiner Heimat hat Heung-min Son jedenfalls einen Stellenwert, wie hierzulande nur Lothar Matthäus und Co.

Dennoch ist das neueste Gerücht weiterhin mit Vorsicht zu genießen. Einem Bericht der Mopo zufolge soll Cho zur Zeit (noch?) "kein Thema" am Volkspark sein. Was wiederum auch nur taktisches Geplänkel seitens der Hamburger Verantwortlichen sein könnte.

Konkret ist zu dem 22-jährigen Spieler zu sagen, dass er in Südkorea als großes Talent gilt. Vor fünf Jahren wurde er als bester Jugendspielers des Landes gekürt. Für die Jugend-Nationalmannschaften seines Landes bestritt der vielseitig in der Offensive verwendbare Spieler 68 Spiele, in denen er starke 31 Treffer erzielen konnte.

Chos Hauptposition ist die des Rechtsaußen, aber auch in der zentralen Stürmerrolle oder zurückgezogen hinter den Spitzen agierend, kam er schon zum Einsatz.

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