Hamburger SV

HSV will Stellen abbauen: Kosten auf hohem Erstliga-Niveau

Yannik Möller
Hamburger SV
Hamburger SV / Joern Pollex/GettyImages
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Der Hamburger SV geht in seine fünfte Zweitliga-Saison. Die Kosten für das Personal befinden sich jedoch auf einem hohen Erstliga-Niveau. Deshalb sollen demnächst Stellen abgebaut werden.


Der Wunsch nach einer schnellen Rückkehr in die Bundesliga ist beim HSV längst ausgeträumt. Die kommende Saison ist bereits die fünfte, die der Klub in Liga zwei verbringt.

Diese Realität passt allerdings nicht zu den Personalkosten, die der Verein mit sich schleppt. In etwa 500 Angestellte gibt es. Das sind mehr, als viele Erstligisten vorzuweisen haben (via Bild) und deutlich mehr, als die allermeisten Liga-Konkurrenten.

HSV plant Stellenabbau: Über 100 Mitarbeiter wird es wohl treffen

Laut Sportbild belaufen sich diese Ausgaben, die den Lizenzspieler-Bereich nicht betreffen, auf satte 14 Millionen Euro pro Geschäftsjahr. Eine üppige Summe, die Hamburg auf den Geldbeutel drückt. Alleine 2,4 Millionen Euro gehen für die Medienarbeit drauf.

Zum Vergleich: Der SC Paderborn zahlt insgesamt (!) rund zwei Millionen Euro für die Belegschaft. Natürlich kommt der Klub auch aus anderen Verhältnissen, und doch trennt sie in sportlicher Hinsicht nicht allzu viel. Zur neuen Saison werden sie erneut gegeneinander antreten.

Finanz-Chef Dr. Thomas Wüstefeld möchte diese HSV-Kosten angehen. Entsprechend ist ein Stellenabbau anvisiert. Bis zu 25 Prozent der Stellen sollen davon betroffen sein, heißt es. Umgerechnet also etwas mehr als 100 Mitarbeiter.

Hamburger SV v Hertha BSC - Bundesliga Playoffs Leg Two
HSV - Volksparkstadion / Joern Pollex/GettyImages

Intern sorgt dieses Vorhaben selbstverständlich für Unruhe. Zwar ist geplant, dass diese Schritte möglichst sozialverträglich vorgenommen werden sollen - doch bringt ein solcher Plan immer eine gewisse Nervosität in eine Belegschaft.

Wüstefeld ist sich jedoch sicher: Der HSV hat jahrelang viel zu viel Geld für das Mitarbeiter-Umfeld ausgegeben. Zumindest wenn man das mit dem sportlichen Erfolg vergleicht. Mit einer Aussicht in der Bundesliga wäre ein solch drastischer Schritt, immerhin in dieser Form, gewiss nicht nötig.


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