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Hamburger SV

Leistner-Kritik rund um HSV-Aus teils "frei erfunden"

Yannik Möller
Toni Leistner und der HSV trennten sich abrupt
Toni Leistner und der HSV trennten sich abrupt / Lars Baron/Getty Images
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Die Zeit von Toni Leistner beim HSV war kurz und zum Ende hin von Dramatik geprägt. Sein vorzeitiges Aus habe man jedoch in "fairen Gesprächen" besprochen. Ebenso betonte er, dass so manche Kritikpunkte "frei erfunden" worden sein.


"Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen, die mich total überzeugt haben." Das erklärte Toni Leistner vor etwas mehr als einem Jahr. Zu diesem Zeitpunkt wurde er vom Hamburger SV verpflichtet. Zuvor war er eine Zeit lang vereinslos gewesen.

In der Vorsaison stand er für den Zweitligisten in 19 Liga-Partien auf dem Feld. Nur einmal spielte er dabei nicht direkt aus der Startelf heraus. Unter seinem Ex-Trainer, dem mittlerweile ehemaligen HSV-Coach Daniel Thioune, war er somit gefestigter Stammspieler. Umso härter war der Schnitt zu Tim Walter als neuem Übungsleiter. Dieser sah in Leistner nur noch einen Ersatzspieler. Das wiederum gefiel dem gebürtigen Dresdner natürlich nicht unbedingt.

Abruptes HSV-Ende überraschte auch Leistner - Abwehrspieler wird sich "immer positiv" zurückerinnern

Dementsprechend endete seine Zeit beim HSV vorzeitig und nach nur einer Spielzeit. "Dass es so abrupt endet, hätte ich nicht gedacht", zog er gegenüber dem Hamburger Abendblatt sein Fazit (via transfermarkt.de).

"Mir wurde mitgeteilt, dass es für beide Seiten besser wäre, einen Schnitt zu machen und eine faire Lösung zu finden. Die haben wir im Endeffekt auch gefunden", so der 31-Jährige weiter. Die Vertragsauflösung sei durch "faire Gespräche" mit Jonas Boldt zustande gekommen. Inzwischen steht er beim belgischen VV St. Truiden im Dienst.

Allerdings gab es rund um das frühe Ende auch manche Gerüchte. Beispielsweise war von fehlender Einstellung die Rede. Leistner gab auch eine eidesstattliche Erklärung ab, dass er eine mit ihm in Zusammenhang gebrachte Aussage mit grober Kritik an den Klub-Bossen nicht getätigt habe.

"Was ich mir nicht vorwerfen lasse, ist, dass ich mich hängen gelassen, nicht alles gegeben habe im Training." Dies sei ein Vorwurf, den er nicht unkommentiert stehen lassen kann. Weiter: "Wer mich kennt, weiß ganz genau, dass es bei mir nur Vollgas gibt." Auch ein angeblicher Streit mit Walter sei "frei erfunden" gewesen, er habe wegen der Derby-Niederlage (2:3 gegen St. Pauli) nicht einmal mit dem Coach geredet.

Einen Kritikpunkt brachte der Innenverteidiger doch noch an: "Es wird von Jahr zu Jahr beim HSV über den Haufen geworfen, was man zuvor noch analysiert hat." Die neue Ausrichtung hingegen halte er für "nicht verkehrt". Dazu zeigte er sich sicher, dass sein Abgang "hätte ruhiger verlaufen können" - nichtsdestotrotz werde er "immer positiv an den HSV zurückdenken".

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