HSV-Leihgabe Aaron Opoku kehrt in den Volkspark zurück!

Guido Müller
Aaron Opoku noch im Trikot von Hansa Rostock
Aaron Opoku noch im Trikot von Hansa Rostock / Christof Koepsel/Getty Images
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Nach der in diesem speziellen Corona-Jahr sehr kurzen Weihnachtspause bereiten sich die Spieler des Hamburger SV ab heute auf das erste Punktspiel des Jahres 2021 am kommenden Sonntag gegen Jahn Regensburg (13.30 Uhr) vor. Vor allem ein Spieler der Oberpfälzer blickt dem Gastspiel in der Hansestadt mit großer Vorfreude entgegen.

HSV-Eigengewächs Aaron Opoku (kam im zarten Alter von 12 Jahren von HT16 zum Dino) wurde im Oktober, zu Beginn der Transferperiode, an den Jahn verliehen, um ihm dort mehr Spielpraxis zu ermöglichen, als er sie beim HSV voraussichtlich erhalten hätte. Für Opoku nichts neues - schließlich war er schon in der vergangenen Spielzeit an den Drittligisten Hansa Rostock verliehen.

Weihnachtliches Wiedersehen mit "Buddy" Conteh in Hamburg

Offenbar wollte Opoku aber nicht bis zum neuen Jahr warten, um seiner Geburtsstadt einen Besuch abzustatten - und nutzte die Weihnachtstage für einen Kurztrip nach Hamburg. Dort traf er auch auf seinen langjährigen Freund und ehemaligen St.Pauli-Spieler Christian Conteh, der im Sommer zum holländischen Spitzenklub Feyenoord Rotterdam gewechselt ist.

Bei den Regensburgern hat sich Opoku nach anfänglichen Schwierigkeiten mittlerweile gut eingelebt. Nach zehn Einsätzen für den aktuellen Tabellendreizehnten steht seine Leistungsbilanz bei einem Treffer und zwei Vorlagen.

Zudem behielt er im Elfmeter-Krimi des DFB-Pokal-Zweitrundenspiels beim Drittligisten Wehen Wiesbaden (4:2) als letzter Schütze seines Teams die Nerven und sorgte für den vielumjubelten Einzug in das Achtelfinale.

Entsprechend zufrieden zeigte sich der 21-Jährige über seine ersten drei Monate im neuen Klub. "Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Ich fühle mich in Regensburg sehr wohl", wird Opoku von der BILD zitiert.

Unter Selimbegovic feilt Opoku an seinem Pressing-und Rückzugsverhalten

Was zu einem gewissen Maß auch an seinem neuen Trainer Mersad Selimbegovic liegen dürfte. Der hat, wie auch schon zuvor die Verantwortlichen beim HSV, bei Opoku noch ein paar Defizite im Pressing und im Rückzugs-Verhalten ausgemacht - und steuert dem nun mit intensiver Trainingsarbeit entgegen.

Opoku über seinen Coach: "Mit dem Trainer komme ich sehr gut klar. Er spricht die Sachen klar an, hat immer ein offenes Ohr. Man kann mit ihm über alles reden."

Die Leihe scheint sich somit für alle drei Parteien auszuzahlen. Der HSV dürfte die positive Entwicklung seines Talents jedenfalls mit ähnlichem Wohlwollen registrieren, wie Opokus aktueller Arbeitgeber. Und im Hinblick auf den kommenden Sonntag dennoch hoffen, dass Opoku seine bisherige Scorer-Bilanz nicht ausgerechnet im Volksparkstadion weiter ausbaut.

Die in den letzten Jahren sich immer stärker verbreitende Unart, per Vertragsklausel dem ausgeliehenen Spieler eine Mitwirkung im Spiel gegen seinen alten Klub zu verwehren, wurde zwischen dem HSV und Jahn Regensburg nämlich nicht vereinbart.

Mit einem guten Spiel gegen "seinen" HSV dürfte Opoku seinem großen Ziel, sich ab dem kommenden Sommer im Klub aus seiner Heimatstadt nachhaltig durchzusetzen, jedenfalls ein großes Stück näher kommen.

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