Hamburger SV

HSV hat Finanzsorgen: 10-Mio-Loch für das Stadion

Yannik Möller
Volksparkstadion
Volksparkstadion / Martin Rose/GettyImages
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Der Hamburger SV steht vor einem Finanzloch in Höhe von zehn Millionen Euro. Geld, das für den Stadion-Umbau wegen der Europameisterschaft 2024 fehlt.


Auch das Hamburger Volksparkstadion gehört zu den Stadien, bei denen zur Europameisterschaft 2024 gespielt wird. Fünf Partien werden dort ausgetragen, vier in der Vorrunde und ein Viertelfinale. Das Problem: Noch verfügt die Arena nicht über die notwendigen Standards.

Zu den Erneuerungen, die bis zum Turnier vorgenommen werden müssen, zählen unter anderem modernisierte Sanitäranlagen sowie zwei neue Anzeigetafeln. Sollte der Aufstieg noch gelingen, braucht es auch ein helleres Flutlicht.

Stadion-Gelder so gut wie aufgebraucht: HSV muss Finanzloch stopfen

Die Kosten belaufen sich laut Bild auf mindestens 18 Millionen Euro. Für die Arbeiten am Stadion stehen dem Bericht zufolge allerdings nur noch etwa acht Millionen Euro zur Verfügung. Ein Finanzloch von rund zehn Millionen Euro, das den HSV sorgt.

Der Hintergrund: Im frühen Herbst 2020 verkaufte der Klub das Stadion-Grundstück an die Stadt, bekam dafür 23,5 Millionen Euro. Geld, das für die Instandsetzung des Volkspark zur Verfügung gestellt wurde. Mehr Kohle wird es dem Vertrag nach, damals von Ex-Finanzvorstand Frank Wettstein ausgehandelt, nicht geben.

Hamburger SV v Hannover 96 - Second Bundesliga
Das Volksparkstadion ist Austragungsort für die EM / Martin Rose/GettyImages

Die acht Millionen Euro sind alles, was aus dem Topf übrig geblieben ist. Offenbar nutzte der Verein Teile dieser Gelder, um Millionen-Löcher während der Corona-Krise zu stopfen. Etwa zum Kompensieren der ausbleibenden Zuschauereinnahmen. Rechtlich ist das in Ordnung: Der Verkaufserlös war zwar für das Stadion vorgehen, jedoch nicht zweckgebunden.

Nun muss sich der Zweitligist überlegen, wie das Loch gestopft wird. Immerhin sind es Ausgaben, die schlichtweg nötig sind. Vorstandsmitglied Dr. Thomas Wüstefeld ist laut Bild mit einem Gesuch bei den zuständigen Hamburger Senatoren, für weitere Unterstützung, abgeblitzt.

In Rathaus-Kreisen heißt es demnach, Wüstefeld sei mit der von seinem Vorgänger getroffenen Vereinbarung unzufrieden gewesen.


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