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Schlotterbecks HSV-Tor und Pokal-Spezialist Glatzel: 5 Gründe, die für den HSV-Pokaltraum sprechen

Martin Bytomski
Ist Hamburgs Top-Torjäger im Pokal: Robert Glatzel
Ist Hamburgs Top-Torjäger im Pokal: Robert Glatzel / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
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Der Hamburger SV spielt kaum mehr eine Rolle im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga - umso wichtiger ist der DFB-Pokal für die Rothosen. Wir haben für euch vor dem Halbfinale (heute ab 20.45 Uhr) gegen den klassenhöheren SC Freiburg fünf Gründe, warum der HSV die Sensation schaffen kann und vom Endspiel in Berlin träumen darf.


1. Historie pro Hamburg

Der einstige Bundesliga-Dino ist auch ein Pokal-Urgestein: Gleich drei Siege fuhren die Rothosen bislang ein. Der jüngste Erfolg ist allerdings schon ein paar Jahre her: 1987 reckten Hamburger um Dietmar Beiersdorfer und HSV-Rekordspieler Manfred Kaltz nach einem 3:1-Sieg gegen die Stuttgarter Kickers den Cup in den Nachthimmel. Außerdem ist der HSV nach dem Favoritensterben unter anderem von Bayern und Dortmund der einzig verbliebene Pokalsieger im Wettbewerb. Weitaus weniger ruhmreich ist die Pokalhistorie des SCF: Keine Finalteilnahme steht bislang zu Buche, letztmalig im Halbfinale standen die Breisgauer 2013: Beim VfB Stuttgart verloren sie 1:2.

2. Schlotterbeck traf im Pokal für den HSV

Es klingt kurios, ist aber nichts als die Wahrheit: Schlotterbeck traf bereits im DFB-Pokal für den Hamburger Sportverein. Es handelt sich dabei aber nicht um den aktuell für Freiburg kickenden Nico, sondern um seinen Onkel Niels. Beim 3:1-Finalsieg des HSV gegen die Kickers brachte der Stuttgarter Schlotterbeck den Ball über die eigene Linie. Sein Eigentor war der Schlusspunkt zum 1:3. Vielleicht liegt der HSV den "Schlotterbeckern" nicht und auch Neffe Nico erwischt gegen die Hamburger einen schlechten Tag - hoffen darf man als HSV-Fan ganz sicher.

3. Hamburg ist eine Macht im eigenen Stadion

Würden lediglich die Heimspiele in die Wertung der 2. Bundesliga einfließen, wäre der HSV mitten im Aufstiegsrennen. Nur zwei Niederlagen kassierte die Mannschaft von Trainer Tim Walter im Volksparkstadion und liegt mit 30 Zählern auf Relegationsplatz drei der Heimtabelle. Und die vergangenen beiden Heimspiele bieten allen Grund für Optimismus: Erzgebirge Aue wurde mit einer 4:0-Packung aus dem Stadion geschossen, gegen den Karlsruher SC gab es ein glattes 3:0. Allerdings: Die Freiburger sind auswärts stark. Mit 23 Zählen liegen sie auf Platz vier und somit auf einen Champions-League-Rang in der Bundesliga-Auswärtstabelle.

4. Pokalspezialist Glatzel mit brutaler Quote

Mit Angreifer Robert Glatzel verfügt der Hamburger SV über einen äußerst treffsicheren Angreifer. In der aktuellen Zweitligasaison markierte der 28-Jährige bereits 18 Treffer in 30 Spielen. Noch besser ist seine Quote im Pokal: Vier Tore in vier Partien steuerte Glatzel in dieser Saison bei, insgesamt steht er bereits bei elf Toren in zehn Spielen. Damit der Torgarant auch fit in die Partie gegen Freiburg geht, nahm ihn Trainer Walter beim 3:0-Sieg in der Generalprobe gegen Karlsruhe bereits nach 66 Minuten vom Platz. Der ausgeruhte Goalgetter ist schon heiß auf das Semifinale: "Es wird ein unfassbar geiles Spiel", so Glatzel, der aber bei aller Vorfreude auch warnt: "Es wird ein sehr, sehr schweres Spiel."

5. Euphorisches Volksparkstadion

Die Hütte wird brennen: Erstmals seit Februar 2020 ist das Hamburger Volksparkstadion wieder ausverkauft. 57.000 Fans werden sicher für eine Gänsehautatmosphäre sorgen. Vor allem, da die letzten Highlightspiele viele Jahre zurückliegen, dürfte die Stimmung umso euphorischer werden. Schon bei der Partie gegen den KSC skandierten die Fans lautstark: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin." Als zusätzlicher Anheizer vor dem Anpfiff soll eine Choreografie dienen. Aus Fansicht ist alles dafür gesorgt, dass auch nach dem Spiel aus der Hamburger Nordkurve der Pokal-Gassenhauer erklingt.


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