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HSV Aufstellung: Die voraussichtliche Startelf für das Heimspiel gegen Würzburg

Oct 23, 2020, 4:27 PM GMT+2
Der HSV hat den fünften Sieg in Folge im Blick
Der HSV hat den fünften Sieg in Folge im Blick | Martin Rose/Getty Images
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Der Hamburger Sport-Verein startete fulminant in die neue Spielzeit. Mit vier Siegen aus den ersten vier Partien legten die Rothosen nicht nur einen perfekten Auftakt hin, sondern brachen gleichzeitig einen Vereinsrekord. Im Volkspark ist dennoch besonders eins angesagt: Bescheidenheit. Mit den Würzburger Kickers kommt am Samstag das Schlusslicht der 2. Bundesliga in die Elbmetropole - wir werfen einen Blick auf die mögliche Aufstellung des HSV.

Viel zu verändern gibt es für Daniel Thioune wahrscheinlich nicht. Der souveräne 3:0-Sieg gegen Aue offenbarte keine Handlungsnot. ABER: Bakery Jatta fällt kurzfristig aus, laut der Mopo stehen sowohl Josha Vagnoman als auch Kapitän Tim Leibold dafür wieder zur Verfügung. Besonders Letzterer ist ein Kandidat für eine unmittelbare Rückkehr in die Startelf.

Die Stärke des HSV offenbarte sich vor allem aus der variablen Defensive, die sich je nach Spielsituation anpasste. Die Außenverteidiger waren immer für einen gefährlichen Ausflug in die Offensive gut und in der Zentrale wurde durch drei Innenverteidiger zeitweise undurchdringlicher Beton angemischt.

Daniel Thioune
mahnte zu Bescheidenheit - Daniel Thioune | Martin Rose/Getty Images

Auch im Sturm konnten die Hanseaten oft gefährlich werden. Zwar wurde Simon Terodde von den Erzgebirglern fast vollständig aus dem Spiel genommen, qualitativ schadete dies dem Angriff des HSV jedoch kaum.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Formation der Rothosen final ausrichten wird - ob 4-4-3 oder 3-5-2, der HSV ist für jede Situation gewappnet.

Trainer Daniel Thioune war hochzufrieden mit der Leistung seines Teams. Der Übungsleiter der Hanseaten legt jedoch keinen Wert auf den kürzlich aufgestellten Startrekord, denn es sei lediglich eine Momentaufnahme, die für den weiteren Verlauf der Saison nur bedingt von Bedeutung sei.
Am wichtigsten sei es, weiter konzentriert zu arbeiten und in den kommenden Spielen die gute Form zu bestätigen.

Folglich werfen wir einen Blick auf die potenzielle Startelf für das morgige Spiel gegen die Würzburger Kickers:

1. Tor - Sven Ulreich

Sven Ulreich
startete sehr gut in Hamburg - Sven Ulreich | Martin Rose/Getty Images

Auch Sven Ulreich stellte kürzlich einen Rekord auf: Seit 63 Jahren schaffte es kein HSV-Keeper, in seinen ersten beiden Spielen für den Klub ohne Gegentor zu bleiben. Der ehemalige Bayern-Fänger stellte diese Bestmarke nun ein und macht die Torwart-Probleme in der Hansestadt vergessen.
Ulreich ist gesetzt - alternativlos und völlig verdient.

2. Rechtsverteidiger - Jan Gyamerah

Jan Gyamerah
hilft dem HSV momentan sehr weiter - Jan Gyamerah | Martin Rose/Getty Images

"Gyambo" machte gegen Aue ein starkes Spiel und präsentierte sich in außerordentlich guter Verfassung, ohne großartige Unsicherheiten.
Der 25-Jährige war defensiv stabil und strahlte gleichzeitig immer wieder Gefahr in der Bewegung nach vorne aus. Den Posten des variablen Außenverteidigers füllte Gyamerah hervorragend aus und dürfte deshalb auch gegen Würzburg spielen.

3. Innenverteidiger - Stephan Ambrosius

Stephan Ambrosius
spielt klasse und weckt deshalb Begehrlichkeiten - Stephan Ambrosius | Martin Rose/Getty Images

Seine Rückkehr war enorm wichtig für den HSV: Stephan Ambrosius meldete sich nach überstandener Corona-Erkrankung gewohnt zuverlässig zurück und stabilisierte die Abwehrreihe der Hanseaten spürbar.
Der 21-Jährige scheint nun endgültig seinen Durchbruch geschafft zu haben, denn sicherer steht kaum ein Defensivmann der Rothosen.
Das Eigengewächs entwickelte sich in den vergangenen Wochen sprunghaft weiter und ist wichtiger Bestandteil des Mannschaftsgefüges. Völlig zurecht steht Ambrosius deshalb in der Anfangself des HSV.

4. Innenverteidiger - Moritz Heyer

Moritz Heyer
nach seiner Ankunft sofort gesetzt - Moritz Heyer | Cathrin Mueller/Getty Images

Die teuerste Investition der vergangenen Transferphase scheint sich für den HSV mehr als gelohnt zu haben. Seit seiner Ankunft hat sich Moritz Heyer im Team des HSV fest etabliert. Besonders die Zuverlässigkeit des 25-Jährigen gebührt dabei größter Wertschätzung. Eine lange Eingewöhnungsphase benötigte der ehemalige Osnabrücker nicht und aus der Startelf des HSV wird Heyer in seiner aktuellen Form kaum zu verdrängen sein.

5. Linksverteidiger: Tim Leibold

Tim Leibold
Tim Leibold vor Rückkehr | Martin Rose/Getty Images

Leibold dürfte gegen Würzburg zurückkehren und seinen angestammten Platz hinten links einnehmen. Jan Gyamerah wechselt dafür auf die rechte Seite, Khaled Narey rückt auf eine offensivere Position.

6. Zentral defensives Mittelfeld - Gideon Jung/Amadou Onana

Amadou Onana
könnte in die erste Elf zurückkehren - Amadou Onana | DeFodi Images/Getty Images

Hier hat Daniel Thioune die Qual der Wahl. Gideon Jung machte seine Sache gegen Aue recht ordentlich, aber auch Amadou Onana drängt auf seine Rückkehr in die Stammelf. Aufgrund des relativ geringen Abstands zwischen den Spielen könnte Onana die Nase leicht vorn haben - der junge Belgier startete vielversprechend in seine erste Saison im Seniorenbereich und würde die Qualität der HSV-Elf auf jeden Fall nicht beeinträchtigen.

7. Zentrales Mittelfeld - Aaron Hunt

Aaron Hunt
bringt wertvolle Erfahrung mit - Aaron Hunt | Martin Rose/Getty Images

Auch Routinier Aaron Hunt erwischte gegen Erzgebirge Aue einen guten Tag. Der 34 Jahre alte Linksfuß strahle eine unvergleichliche und unterstützende Ruhe aus, die den Grundstein für den souveränen Erfolg gegen Verfolger Aue legte. Auch noch im hohen Alter umringt den Mittelfeldspieler eine besondere Aura, die dem ehemaligen Nationalspieler eine Spielintelligenz verleiht, mit der Hunt immer für gefährliche Aktionen sorgen kann.

Schade, dass sein Freistoß gegen Aue nicht im Tor landete, der anschließende Abstauber von Narey bescherte Hunt jedoch einen verdienten Scorerpunkt.

8. Zentrales offensives Mittelfeld - Sonny Kittel

Sonny Kittel
auf einem aufsteigenden Ast - Sonny Kittel | Martin Rose/Getty Images

Endlich präsentierte sich auch Sonny Kittel wieder mit gewohntem Spielwitz. Sein Tor gegen Aue war hoffentlich der Brustlöser für eine aufsteigende Formkurve. Im offensiven Mittelfeld fühlt sich der 27-Jährige sichtlich am wohlsten und genau da braucht der HSV seinen Sonny auch, damit der Zehner sein ganzes Potenzial entfalten kann. Auch gegen Würzburg dürfte der Kreativkopf gesetzt sein, alles andere wäre eine Überraschung.

9. Rechte Außenbahn - Khaled Narey

Khaled Narey
seine Formkurve zeigt steil nach oben - Khaled Narey | Martin Rose/Getty Images

Khaled Narey ist einer der absoluten Gewinner der letzten Wochen. Unter Daniel Thioune scheint der Deutsch-Togolese nun endgültig zu alter Stärke gefunden zu haben. Zwei Spiele in Folge war Narey nun mit einem Tor erfolgreich, gegen Aue gelang ihm zusätzlich noch eine Vorlage - in dieser Verfassung ist Narey für den HSV kaum zu ersetzen. Die große Stärke des 26-Jährigen ist, dass er sowohl in der Defensive aushelfen kann, als auch einen enormen Drang nach vorne hat.

10. Mittelstürmer - Simon Terodde

Simon Terodde
wird weiter an seiner Torausbeute arbeiten wollen - Simon Terodde | Martin Rose/Getty Images

Auch wenn Simon Terodde gegen Aue blass blieb: So schnell wird der 32-Jährige aus dem Aufgebot des HSV nicht verschwinden. Auch gegen Würzburg wird der bullige Stürmer gesetzt sein, der gegen das Schlusslicht der Liga wieder auf Torejagd gehen wird.

11. Linke Außenbahn - Manuel Wintzheimer

Manuel Wintzheimer
in Topform - Manuel Wintzheimer | Martin Rose/Getty Images

Manuel Wintzheimer ist aktuell in Bestform. In den ersten vier Spielen sammelte der 21-Jährige bereits fünf Scorerpunkte und gehört damit zu den aktuellen Leistungsträger des HSV. Gegen Aue wich der U21-Nationalspieler immer wieder in das Angriffszentrum aus. Gemeinsam mit Simon Terodde bildete Wintzheimer je nach Spielsituation eine Doppelspitze, um die Defensive des Gegners zunehmend unter Druck zu setzen. Aktuell ist eine Aufstellung ohne Wintzheimer undenkbar.

Wie die taktische Grundordnung des HSV am Samstag aussehen wird, ist schwer zu sagen.
Die Würzburger Kickers sammelten bisher nur einen Punkt beim 2:2 gegen Greuther Fürth - in diesem Spiel schossen die Kickers auch ihre bislang einzigen Tore der Saison. Mit breiter Brust dürften die Rautenträger deshalb in die morgige Partie gehen. Dennoch zählt: Der gute Saisonstart ist nichts weiter als eine Momentaufnahme - ein Ausrutscher und das Blatt könnte sich gefährlich wenden. Kontinuierlich konzentrierte Arbeit im Sinne der Mannschaft ist deswegen am wichtigsten, der Platz an der Sonne hält sich nicht automatisch - mit der Rolle des Gejagten hatten die Rothosen in den vergangenen Jahren regelmäßig große Probleme. Die Konstellation "Erster gegen Letzter" birgt immer ein gewisses Risiko - für beide Seiten.

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