Hoeneß-Kritik wegen aggressiver Fans: So reagiert die Eintracht

Yannik Möller
Uli Hoeneß - Archivbild
Uli Hoeneß - Archivbild / Andreas Rentz/GettyImages
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Zunächst attestierte Uli Hoeneß Eintracht Frankfurt eine starke Entwicklung - um dann ein "Zuschauerproblem" anzusprechen. Inzwischen hat die SGE auf die verbale Attacke reagiert.


Am Sonntagmittag war Uli Hoeneß im Sport1-'Doppelpass' zu Gast. Ein vergleichsweise eher kleiner Themenbereich, zu dem er sich aber umso deutlicher ausließ, war Eintracht Frankfurt.

Eigentlich ging es um die sportliche Entwicklung des Klubs, der sich an diesem Spieltag auf den zweiten Tabellenplatz geschoben und sich nun den Titel des ersten Verfolgers des FC Bayern geschnappt hat. Zunächst lobte er diese Entwicklung, insbesondere über die vergangenen zwölf bis 18 Monate. Auch für Markus Krösche gab es positive Worte.

Hoeneß sieht ein "Zuschauerproblem" in Frankfurt - die Hessen reagieren

Um dann ein großes Problem bei der SGE auszumachen. Und zwar ein "Zuschauerproblem". Hoeneß erklärte (via Bild): "Sie haben ein aggressives Publikum, das immer wieder für Ausschreitungen gut ist. Es kann nicht sein, dass sie in Zukunft mehr Strafen bezahlen als sie einnehmen. Normale Begeisterung ist immer gut, aber bei Gewalt hört es bei mir auf."

Dies ist ein Bereich, in dem Frankfurt "in den vergangenen Jahren immer wieder aufgefallen" sei, so der Ehrenpräsident des FCB.

Tatsächlich steht die Eintracht, wenn man sich die Fan-Strafen zusammenrechnet, auch auf dem ersten Platz im Negativ-Ranking. In der laufenden Saison wurden bereits über 300.000 Euro fällig. Eine Summe, die mehrere Vereine in der Liga halbwegs regelmäßig in Spieler-Leihen investieren.

1. FSV Mainz 05 v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Pyrotechnik ist ein häufiger Grund für Strafzahlungen / Frederic Scheidemann/GettyImages

Allerdings: Oftmals sind diese Strafzahlungen in Verbindung mit dem Abfackeln von Pyrotechnik verbunden. Dazu mag man stehen wie man will, aber gewalttätige Ausschreitungen sind das nicht.

Bei Sky90 entgegnete der Sprecher des Frankfurt-Vorstands, Axel Hellmann, entsprechend deutlich (via Bild): "Wir haben uns in den letzten Jahren positiv entwickelt, deshalb halte ich das von Hoeneß für stark übertrieben."

Zwar habe man in einer "sehr großen, aktiven Fan-Szene" durchaus auch Probeme mit "Einzelpersonen", doch würde derartiges Verhalten bei der Eintracht "keinen Rückhalt" finden, stellte er klar.


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