VfB Stuttgart

Hitzlsperger-Nachfolger: VfB Stuttgart will Alexander Wehrle aus Köln zurück

Simon Zimmermann
Wechselt Alexander Wehrle ins Ländle?
Wechselt Alexander Wehrle ins Ländle? / Soccrates Images/GettyImages
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Beim VfB ist man auf der Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern für Thomas Hitzlsperger. Als neuer Vorstandsboss soll man sich auf den Geschäftsführer des 1. FC Köln festgelegt haben. Alexander Wehrle soll nach Stuttgart zurückkehren.


Der VfB Stuttgart sucht einen Nachfolger für Sportvorstand und Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger. Der 39-Jährige wird spätestens im Herbst 2022 von seinen Ämtern bei den Schwaben zurücktreten. Der ehemalige Nationalspieler gilt als großer Verlierer im Machtkampf mit VfB-Präsident Claus Vogt.

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Thomas Hitzlsperger wird den VfB im kommenden Jahr verlassen / RALPH ORLOWSKI/GettyImages

Wie die Sportbild nun berichtet, soll es am vergangenen Sonntag eine Sitzung gegeben haben, bei der die Ausrichtung für die Zukunft besprochen worden sein soll. Der Aufsichtsrat beriet sich über die nötigen personellen Neubesetzungen: wer wird neuer Vorstandsvorsitzender - und wer neuer Sportvorstand?

Alexander Wehrle soll zum VfB zurückkommen

Für erstere Position soll man sich bereits auf einen Favoriten geeinigt haben: Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle. Beim VfB ist der 46-Jährige kein Unbekannter. Zwischen Juli 2003 und Januar 2013 war er als Assistent der Geschäftsführung tätig, ehe es ihn zum Effzeh zog. Geboren ist Wehrle gut 30 Autominuten von Stuttgart entfernt in Bietigheim-Bissingen.

Laut Sportbild kann sich Wehrle eine Rückkehr nach Stuttgart gut vorstellen. Intern gelte er als beste Wahl. Neben dem 46-Jährigen steht mit Bayerns Campus-Chef Jochen Sauer aber noch ein weiterer Kandidat auf der Shortlist, heißt es.

Braucht es überhaupt einen neuen Sportvorstand?

Während der VfB bei der Suche nach einem Vorstandschef konkrete Vorstellungen zu haben scheint, gestaltet sich die Suche nach einem Sportvorstand schwieriger. Die Sportbild nennt hier Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der deutschen Nationalmannschaften, als aussichtsreichen Kandidaten. Allerdings stelle sich aktuell vielmehr die Frage, ob ein externer Kandidat überhaupt notwendig ist.

Mit Sportdirektor Sven Mislintat bei den Profis, Thomas Krücken (Nachwuchs) und Markus Rüdt (Organisation) gibt es bereits drei Sportdirektoren im Klub. Ein neuer Sportvorstand würde die Kassen zusätzlich belasten.

Sven Mislintat
Steigt Sven Mislintat zum Sportvorstand auf? / Alex Grimm/GettyImages

Zumal mit Mislintat bereits ein Sportdirektor da ist, der über viel Einfluss verfügt. Der 49-Jährige soll im bis 2023 gültigen Vertrag eine Klausel haben, mit der er kündigen kann, falls ihm der neue Sportvorstand nicht passt. Der VfB müsste das Gehalt in diesem Fall bis Vertragsende normal weiterzahlen.

Ohnehin dürfte die Wahl für einen neuen Vorstandsvorsitzenden (mutmaßlich Wehrle) dringender sein. Im Optimalfall könnte sich Wehrle einarbeiten und dann mitentscheiden, ob es einen externen Sportvorstand braucht - oder eben nicht.

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