Hertha BSC profitiert von Cunha-Wechsel zu den Wolves

Henry Einck
Matheus Cunha verlässt Atlético Madrid.
Matheus Cunha verlässt Atlético Madrid. / Fran Santiago/GettyImages
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Matheus Cunha wechselt von Atlético Madrid zu den Wolverhampton Wanderers. Die Ablösesumme soll bei 45,5 Millionen Euro liegen. Davon soll nun Ex-Club Hertha BSC profitieren. Die Berliner bekommen einen Anteil am Weiterverkauf des Brasilianers - allerdings kommt das Geld erst im Sommer.


Eineinhalb Jahre verbrachte Matheus Cunha bei Hertha BSC. Dann erfolgte der Wechsel zum spanischen Top-Club Atlético Madrid - für satte 30 Millionen Euro. Der deutsche Hauptstadtklub verzeichnete einen reinen Gewinn von zwölf Millionen. Jetzt - 18 Monate später - könnten weitere Millionen dazu kommen. Grund dafür ist ein Vertragsdetail, das Fredi Bobic im Sommer 2021 aushandelte.

Matheus Cunha steht kurz vor einem Wechsel nach England zu den Wolverhampton Wanderers. Der Brasilianer befindet sich aktuell für einen zweitägigen Medizincheck in Wolverhampton. Der Tabellenletzte der Premier League leiht Cunha für ein halbes Jahr aus. Im Sommer 2023 greift eine obligatorische Kaufpflicht von 40 Millionen Pfund, was etwa 45,5 Millionen Euro entspricht.

Davon profitiert auch Ex-Club Hertha BSC. Als Hertha-Manager Fredi Bobic (51) den Mittelstürmer im Sommer 2021 an Atlético Madrid verkaufte, handelte er eine Beteiligung von zehn Prozent aus, falls Cunha (Vertrag in Madrid bis 2026) vorzeitig weiterverkauft wird. Aktuell wären das etwa 4,5 Millionen Euro für die Alte Dame. Die Summe wird aber erst im Sommer fließen, wenn die Kaufpflicht greift.

Suche nach sportlicher Heimat

Der 23-Jährige scheint weiter auf der Suche nach seiner sportlichen Heimat zu sein. Seit dem Schritt nach Europa verbrachte Cunha bei keinem Verein mehr als zwei Jahre. Beim FC Sion, seiner ersten europäischen Station, war er von Sommer 2017 bis Sommer 2018 aktiv. Aus der Schweiz ging es für 15 Millionen zu RB Leipzig. Im Winter 2020 wechselte er für 18 Millionen zu Liga-Konkurrent Hertha BSC. Eineinhalb Jahre später erfolgte der Transfer zu Atlético. Jetzt trägt Cunha mit Wolverhampton die nächste Station in seine Vita ein.

Dabei lief es sportlich nicht so gut wie es die Ablösesummen vermuten lassen. Ob in Leipzig, Berlin oder Madrid - Cunha überzeugte immer nur phasenweise. In der laufenden Saison brachte es der Atlético-Stürmer auf 17 Einsätze, in denen ihm kein einziger Treffer gelang. Brasiliens Nationaltrainer Tite strafte die Inkonstanz mit der Nicht-Berücksichtigung für den WM Kader 2020 ab. Jetzt beginnt für Cunha in England ein neues Kapitel. Vielleicht schießt er die Wolves zum Klassenerhalt.


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