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Die härteste Entscheidung & der ärgerlichste Nicht-Transfer als Leipzig-Boss: Mintzlaff packt aus

Jan Kupitz
Oliver Mintzlaff
Oliver Mintzlaff / Markus Gilliar - GES Sportfoto/GettyImages
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Oliver Mintzlaff geht in seine letzten Tage als CEO von RB Leipzig. Zuvor verrät der 47-Jährige, welche Entscheidung ihm in seinem Amt als RBL-Boss am schwersten gefallen ist - und welchen Nicht-Transfer er im Nachhinein bereut.


Nach dem Tod von Dietrich Mateschitz wird Oliver Mintzlaff künftig als einer von drei Bossen des Red-Bull-Konzerns tätig sein. Seinen aktuellen Posten als CEO von RB Leipzig kann er damit nicht mehr ausfüllen, wenngleich er dem Verein zumindest als Aufsichtsrat erhalten bleiben und weiter zur Seite stehen wird.

Vor seinem Job-Wechsel hat er in einem Interview mit der Bild - das gleichzeitig sein letztes Interview ist - verraten, welche Entscheidung ihm als RBL-Boss besonders schwer gefallen ist: Die Entlassung von Jesse Marsch.

Der US-Amerikaner musste damals nach nur fünf Monaten seinen Hut als Chefcoach nehmen, nachdem die Roten Bullen einen katastrophalen Saisonstart hingelegt hatten. "Wir waren mit so viel Euphorie in die Saison gestartet und hatten auch immer wieder Spiele, die überragend waren und die Hoffnung nährten, dass wir mit ihm langfristig erfolgreich sein können. Doch dann kam leider oft wieder ein enttäuschendes Spiel, wo wir dachten, das sind nicht wir", erklärte Mintzlaff die damalige SItuation. "Deswegen war es schwer, sich einzugestehen, dass es nicht funktioniert."

Aus heutiger Sicht sei diese Krise aber "sehr wichtig für unseren Klub" gewesen, so der 47-Jährige, weil man "gestärkter und erwachsener daraus hervorgegangen" sei. "Auch für mich als CEO war es wichtig, damals nicht in Aktionismus zu verfallen. Am Ende haben wir unsere Ziele trotzdem erreicht und mit dem Pokalsieg sogar übertroffen."

RB Leipzig hätte Schick kaufen sollen

In seiner Funktion als Leipziger Vereinsboss hat Mintzlaff viele starke Transfers getätigt, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass RBL heute der Spitzenklub ist, der er ist. Allerdings gab es auch eine Entscheidung, die der 47-Jährige bereut: "Ich glaube, dass es aus unserer Sicht sinnvoll gewesen wäre, Patrik Schick fest zu verpflichten", haderte Mintzlaff damit, den Angreifer nach dem Leihende 2020 nicht gehalten zu haben. "Wir haben intern viel diskutiert. Ralf Rangnick hat Patrik eher nicht bei uns gesehen, weil er damals auch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Julian Nagelsmann wollte ihn hingegen unbedingt halten", erläuterte er, warum man sich letztlich gegen einen festen Transfer des Tschechen entschieden habe.

Statt RBL schlug schließlich Bayer Leverkusen zu, für die Schick in 84 Einsätzen auf 40 Tore und sieben Assists kommt.


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