Gladbach: Rose geht den Weg der Fohlenelf und verspricht baldiges Bundesligadebüt für Reitz

Christian Gaul
Rocco Reitz bekam von seinem Trainer ein Sonderlob.
Rocco Reitz bekam von seinem Trainer ein Sonderlob. / Christof Koepsel/Getty Images
facebooktwitterreddit

Borussia Mönchengladbach geht nicht nur aus Tradition heraus den Weg, junge Spieler aufzubauen und sie dann teuer zu verkaufen - oder im Idealfall zu halten. Auch wirtschaftlich ist dies die einzige Lösung, um die ganz großen Vereine der Liga dauerhaft angreifen zu können.

Ein Kandidat, den wir schon länger beleuchten, ist dabei Rocco Reitz - von Trainer Marco Rose gab es jetzt quasi eine Garantie für das baldige Bundesliga-Debüt des "Adlerauges".

Vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag äußerte sich Rose in der üblichen Pressekonferenz nicht nur zum kommenden Gegner. Auf die Frage, ob die jungen Spieler in der nächsten Zeit vermehrt auf Einsätze hoffen können, da viele Spiele in kurzer Zeit anstehen, antwortete der Trainer eindeutig und nannte speziell einen Kandidaten.

Rose hat den Mut - Qualität spielt immer

"Wenn wir einen 18-Jährigen und einen 33-Jährigen mit ähnlicher Qualität zur Auswahl haben, dann entscheiden wir uns immer für die Perspektive", erläuterte Rose den Gladbacher Weg. Obwohl er nicht wusste, "wie der Junge das jetzt verdaut", wollte der Coach es sich nicht nehmen lassen, ein klares Sonderlob an Rocco Reitz zu verteilen.

"Junge Spieler muss man irgendwann mal reinwerfen, den Mut haben wir. Ein Beispiel ist in unserem Fall Rocco Reitz. Er genießt großes Vertrauen von mir. Er wird in dieser Saison mit großer Wahrscheinlichkeit in der Bundesliga mal zum Einsatz kommen", verriet Rose selbstredend nicht zu viel, da Reitz nach starker Vorbereitung bislang in jeder Partie der laufenden Saison im Spieltagskader stand.

Rocco Reitz kann nicht nur filigrane Pässe spielen.
Rocco Reitz kann nicht nur filigrane Pässe spielen. / DeFodi Images/Getty Images

Zu einem Einsatz reichte es dabei für den 18-jährigen zentralen Mittelfeldspieler jedoch noch nicht, aber das wird sich wohl bald ändern. In der Sommer-Vorbereitung hatte sich Reitz in Venlo und gegen Paderborn jeweils mit einer wunderschönen Torvorlage ins Rampenlicht gespielt, als er tief stehend zwei sensationelle Flugbälle auf Herrmann bzw. Lainer auspackte - daher der Name "Adlerauge". Während der Länderspielpause legte er im Testspiel einen Lupfer in den Düsseldorfer Strafraum auf den Torschützen Embolo nach.

Doch Reitz überzeugte nicht nur mit diesen offensiven Xhaka-esquen Einlagen, er fügte sich auch stets nahtlos in das spieltaktische Mannschaftskonzept ein und zeigte sich auch im Defensiv-Zweikampf energisch - auch wenn ihm noch eine gewisse Körperlichkeit fehlt.

Rose hat jedoch keine Bedenken, das Talent bald auf der großen Bühne zu präsentieren, "weil der Junge einfach die nötige Qualität hat", so der Trainer. Allzu lange sollte er allerdings nicht damit warten, denn Denis Zakaria rückt täglich wieder näher an die Mannschaft und auch Lászlo Bénes ist in Kürze wieder eine Option für Reitz' Position in der Zentrale.

facebooktwitterreddit