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Borussia Mönchengladbach

Michael Lang reist ab, Kramer wieder fit- zwei Youngster rücken ins Trainingslager der Borussia nach

Christian Gaul
Yvandro Borges Sanches konnte sich empfehlen
Yvandro Borges Sanches konnte sich empfehlen / Christof Koepsel/Getty Images
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Trainer Adi Hütter beruft zwei weitere Youngster für das Trainingslager der Borussia und erklärt, woran er mit der Mannschaft zunächst arbeiten will. Entwarnung gab es bei Christoph Kramer, Michael Lang reiste ab.


Mit 1:3 unterlag die Borussia am gestrigen Samstag im Testspiel beim SC Paderborn. Allerdings fehlten den Gladbachern dabei weiterhin viele Stammkräfte und zudem stand der Gegner sichtlich mehr im Saft, da die Saison der 2.Bundesliga bereits in der nächsten Woche beginnt.

Dennoch zeigte sich Borussias Trainer Adi Hütter ob der Niederlage angefressen. "Das war kein gutes Spiel von uns. Wir dürfen hier nicht drei Gegentore bekommen", so Hütter nach der Partie (Quelle: tag24).

Dementsprechend werde er im begonnenen Trainingslager nun auf einige Mängel eingehen. "Wir werden sicherlich auch an der Physis arbeiten, dass wir agiler werden", nannte der 51-Jährige einen möglichen Ansatz.

Doch sei das Wichtigste, dass er die Spieler nicht zu hoch belaste. "Ich hoffe, dass wir gesund durch die Vorbereitung kommen, dass wir gute Einheiten haben und dass sich die Mannschaft weiterentwickelt. Damit wir uns ab August so präsentieren können, wie wir uns das alle erwarten", erklärte der Gladbacher Coach.

Die Woche in der Hotelanlage Klosterpforte in Harsewinkel-Marienfeld soll demnach genutzt werden, allerdings werden bis auf Stevie Lainer (ab Dienstag) und Lászlo Bénes keine weiteren EM-Fahrer am Trainingslager teilnehmen.

Während Christoph Kramer nach Angaben des kicker nach seinen Kreislaufproblemen gegen Paderborn wieder am sonntäglichen Training teilnehmen konnte, reiste Michael Lang aus dem Quartier ab, um sich in Mönchengladbach um seinen anstehenden Wechsel zu kümmern - die Spur führt weiterhin zum FC Basel.

Moustafa und Borges Sanches rücken nach: "Es sind einige Talente da!"

"Bisher haben wir mit etwa 16, 17 Spielern nur trainiert. Ziel ist es, dass wir mal zehn gegen zehn spielen können, wo man taktische Inhalte besser trainieren kann", erklärte Hütter nach dem Test in Paderborn.

Neben den ursprünglich 27 Teilnehmern des Camps werden sich nun noch zwei weitere Talente beweisen dürfen, die in Paderborn Punkte sammeln konnten. Die beiden U19-Spieler Moustafa Ashraf Moustafa und Yvandro Borges Sanches wurden im Test für die letzten 20 Minuten eingewechselt und machten einen unbekümmerten Eindruck - der Lohn ist die Teilnahme am Trainingslager mit den Profis.

Der Deutsch-Ägypter Ashraf Moustafa ist eine Hoffnung für die Zentrale, der ebenfalls 17-jährige Luxemburger Sanches Borges sieht seinen Arbeitsbereich ein wenig weiter vorne.

Auch Conor Noß bekam nach der Partie ein Extra-Lob von seinem Trainer. Der 20-Jährige erzielte den einzigen Treffer der Borussia zum zwischenzeitlichen 1:2. "Der erste Versuch sollte eine Flanke sein, die wurde abgeblockt. Der Ball kam dann wieder zu mir und ich habe einfach draufgehalten, er wurde noch etwas abgefälscht, aber ich bin extrem happy, dass der Ball reingegangen ist", erinnerte sich Noß gegenüber der RP.

"Er hat mutig gespielt, viel besser als gegen Köln. Da war er im Spiel sehr fehleranfällig. Jetzt hat er sich ein Herz genommen und auch mal abgezogen. Ich will, dass sich die jungen Spieler genau so präsentieren", lobte Adi Hütter den Torschützen.

Moustafa Ashraf Moustafa
Moustafa Ashraf Moustafa darf mit ins Camp / Christof Koepsel/Getty Images

Mit Noß, Per Lockl, Joe Scally, Borges Sanches, Ashraf Moustafa und einigen weiteren Youngstern macht die Borussia nun aus der Not eine Tugend. Dennoch ist klar, dass bei der Rückkehr der etablierten Kräfte die Stammplätze vergeben scheinen.

"Man sieht, dass im Fohlenstall einige Talente da sind. Man weiß, sie werden nicht alle dabei bleiben", brachte es Hütter auf den Punkt.

Für die jungen Spieler bedeutet das Trainingslager in jedem Fall eine große Chance, sich weiter ins Rampenlicht zu spielen - wenn auch für viele von ihnen ein Profi-Debüt in der kommenden Saison noch zu früh kommen würde.

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