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Borussia Mönchengladbach

Eberl über geplatzten Pacho-Transfer: "Keine rechtliche Grundlage für eine Klage!"

Christian Gaul
Max Eberl sieht keinen Grund für rechtliche Schritte
Max Eberl sieht keinen Grund für rechtliche Schritte / Thomas Lohnes/Getty Images
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Der geplatzte Transfer von William Pacho sollte angebliche rechtliche Konsequenzen für die Borussia haben. Doch Gladbachs Sportdirektor Max Eberl bleibt tiefenentspannt.


Der letzte Transfer-Sommer lief für die Borussia eher suboptimal. Einige angedachte Verkäufe konnten nicht realisiert werden und damit fehlten wichtige Einnahmen, um neue Spieler zu verpflichten oder anderen ein adäquates Angebot für eine Vertragsverlängerung zu unterbreiten.

Doch besonders der gescheiterte Transfer des ecuadorianischen Abwehr-Talents William Pacho von dessen Klub Independiente del Valle zur Borussia sorgte für Aufsehen.

Eigentlich schien der Deal bereits beschlossene Sache zu sein, doch im letzten Moment sagte Max Eberl den Transfer ab. Independiente drohte sogar mit rechtlichen Schritten, doch Eberl beendete nun diese Diskussion.

"Keine rechtliche Grundlage für eine Klage" - dennoch kein gutes Signal

Der 19-Jährige Pacho sollte wohl als möglicher Nachfolger für Matthias Ginter langfristig aufgebaut werden, doch letztlich fehlten der Borussia schlicht die nötigen Transfer-Erlöse, um die kolportierten drei Millionen Euro an Ablöse plus Gehalt und Boni auf den Tisch zu legen.

Das Problem: Der Deal war bereits soweit fortgeschritten, dass es sich nur noch um Details gehandelt haben soll. Independiente verabschiedete Pacho sogar schon auf dem hauseigenen Social-Media-Kanal.

Nach dem Platzen des Deals wollte der Klub rechtliche Schritte gegen die Borussia einleiten, doch Eberl blockte diese Spekulationen auf der Pressekonferenz am Freitag vor der Partie gegen Arminia Bielefeld ab.

"Wir hätten William Pacho gerne verpflichtet, doch wir konnten den Transfer leider nicht realisieren. Es ist schade für den Jungen, für uns und seinen aktuellen Klub, der auf Einnahmen gehofft hat. Eine rechtliche Grundlage für eine Klage gibt es aber nicht. Es gab keinen Vertrag", ließ Eberl wissen.

Auch wenn man vermutlich rechtlich auf der sicheren Seite zu sein scheint, wirft dieses Gebaren jedoch ein weniger gutes Licht auf die Borussia.

Zwar kann das letztminütige Absagen eines sicher geglaubten Geschäfts aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen verständlich erklärt werden, doch für die nächste Zukunft werden sich südamerikanische Klubs wohl mehr als zweimal überlegen, ob man sich der Gefahr eines erneuten Scheiterns aussetzen wird.

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