Gladbach gegen Wolfsburg vermutlich ohne Zuschauer

Mönchengladbach wird gegen Wolfsburg wohl auf Zuschauer verzichten müssen
Mönchengladbach wird gegen Wolfsburg wohl auf Zuschauer verzichten müssen / Christof Koepsel/Getty Images
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Die steigenden Fallzahlen von positiven Coronatests dominieren die Nachrichtenlage. Für den Spielbetrieb der Bundesliga heißt das, dass wieder vermehrt Spiele ohne Zuschauer stattfinden werden. Davon geht auch Mönchengladbach vor dem Heimspiel gegen Wolfsburg aus.

Am Samstagabend steigt das Topspiel des vierten Spieltags der Bundesliga: Borussia Mönchengladbach empfängt den VfL Wolfsburg im Borussia-Park. Das Spiel wird - aller Voraussicht nach - jedoch eher an die Pappfiguren-Zeit erinnern, als an die bereits mehrfachen Partien, die zumindest von einem Bruchteil der Zuschauer begleitet werden durften.

Bundesliga: Gladbach gegen Wolfsburg ohne Zuschauer

Derzeit geht die Borussia davon aus, dass das Spiel vor leeren Rängen stattfinden muss. Auf der Vereins-Homepage schreibt der Klub, der sich auf die steigenden Fallzahlen und den erhöhten Inzidenzwert in Gladbach bezieht, dass von einem Geisterspiel ausgegangen wird: "Derzeit deutet deshalb vieles daraufhin, dass Gesundheits- und Ordnungsamt der Stadt Mönchengladbach die ursprüngliche Ausnahmegenehmigung von 20 Prozent der Gesamtkapazität [...] widerrufen werden."

In diesem wahrscheinlichen Fall, so die Erklärung weiter, müsse "die Partie vor leeren Rängen ausgetragen werden". Eine endgültige Entscheidung soll am Freitagmorgen fallen und bekanntgegeben werden.

Ein gewohntes Bild: Der Borussia-Park wird wohl gegen Wolfsburg leer bleiben
Ein gewohntes Bild: Der Borussia-Park wird wohl gegen Wolfsburg leer bleiben / DeFodi Images/Getty Images

Planmäßige Stadion-Auslastung nicht denkbar: Gladbach wartet auf Entscheidung

Eine Auslastung von 20 Prozent des Stadions der Fohlenelf würde knapp unter 12.000 Zuschauern entsprechen. Eine Zahl, die angesichts der aktuellen Virus-Entwicklung nicht wirklich denkbar ist. Ob dann die Regelung greifen wird, die in Nordrhein-Westfalen unter Umständen maximal 300 Zuschauer erlaubt, ist eine andere Frage. Der mittlerweile berühmte Inzidenzwert (von neuen Fällen auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage) beträgt zum Stand 15. Oktober 34,5 (via RKI) - ein Wert, der nur knapp unter der Vorwarnstufe von 35 liegt, während die Entwicklung spürbar negativ ist.

Zum Vergleich: Schalke 04 plant beim Heimspiel gegen Union Berlin mit 300 Zuschauern, die aus systemrelevanten Berufen und der eigenen 'Schalke hilft!'-Stiftung eingeladen werden. Der Wert in Gelsenkirchen liegt derzeit allerdings bei 65,9. Inwiefern die jeweils zuständigen Behörden entscheiden werden, oder wie auch Mönchengladbach als Verein entscheidet, bleibt dementsprechend abzuwarten.