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Gladbach: Eberl sieht momentan keinen Grund für erneuten Gehaltsverzicht

Christian Gaul
Nov 19, 2020, 5:24 PM GMT+1
Max Eberl sieht die Borussia stabil aufgestellt
Max Eberl sieht die Borussia stabil aufgestellt | DeFodi Images/Getty Images
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Dass die Corona-Pandemie auch Borussia Mönchengladbach wirtschaftlich stark belastet, hatte Geschäftsführer Stephan Schippers kürzlich mit dem veröffentlichen Minus von 37 Millionen Euro belegt. Dennoch sieht Manager Max Eberl den Verein so stabil aufgestellt, dass ein erneuter Gehaltsverzicht der Profis - vorerst - kein Thema ist.

Auf der Pressekonferenz vor der Liga-Partie gegen den FC Augsburg wurde Eberl auf einen möglichen erneuten Gehaltsverzicht seiner Spieler angesprochen, doch der Gladbacher Manager sieht derzeit keinen Grund, für eine Wiederholung dieser Maßnahme - die Profis stünden aber jederzeit bereit für Gespräche.

Erneuter Pay-Cut nur im Ausnahmefall - Mannschaft erhält ein Sonderlob

"Nein, das ist jetzt kein Thema. Die Mannschaft ist im März während des ersten Lockdowns sehr spontan auf uns zugekommen und war sich der Lage bewusst. Die Spieler haben dem Verein sofort angeboten, über einen Zeitraum von vier Monaten auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten, damit Mitarbeiter von Borussia ihren Job behalten können. Dafür waren wir sehr, sehr dankbar", beruhigte Eberl.

Max Eberl freut sich über das Verhalten der Mannschaft
Max Eberl freut sich über das Verhalten der Mannschaft | DeFodi Images/Getty Images

Denn zwar habe man aus der aktuellen Situation auch "zwei blaue Augen" davon getragen, allerdings kalkulierte man frühzeitig die kommenden Verluste ein. "Am Anfang der Pandemie mussten wir von einer Größenordnung von rund 40 Millionen Euro ausgehen. Mittlerweile ist es uns gelungen, diesen Betrag etwas zu verringern - durch sportliche Erfolge in der Champions League und durch Einsparmaßnahmen in vielen Bereichen", erklärte Geschäftsführer Schippers kürzlich.

Sicherlich würde ein erneuter Gehaltsverzicht diese Verluste weiter minimieren, doch Eberl ließ wissen, dass die Mannschaft sich nicht nur bei ihrem Angebot im März mehr als vorbildlich verhielt - ihre Einnahmen nun erneut zu kürzen, wäre das falsche Signal.

"Die Mannschaft hat einen herausragenden Job gemacht. Auf dem Platz. Aber auch daneben, mit ihrer Disziplin, mit der sie die notwendigen Maßnahmen umgesetzt hat. Sollte in den nächsten Monaten etwas Außergewöhnliches passieren, sollte es noch einmal zu einem kompletten Stopp kommen, dann weiß ich, dass wir wieder mit der Mannschaft reden können. Aber Stand heute gibt es für uns keinen Grund, einen Gehaltsverzicht bei der Mannschaft einzufordern", so Eberl, der somit nur im absoluten Notfall an die Spieler herantreten wird, um einen erneuten Pay-Cut zu besprechen.

Womöglich würde jedoch auch dieses Mal die Mannschaft wieder den ersten Schritt machen.

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