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Gladbach: Die 10 ungefährlichsten Torjäger der Vereinsgeschichte

Josip Drmic
TF-Images/Getty Images

In der Geschichte von Borussia Mönchengladbach gab es viele große Stürmer. Von Jupp Heynckes über Hans-Jörg Criens und Frank Mill, zu Martin Dahlin, Arie van Lent oder Oliver Neuville. Auch aktuell kann die Borussia mit Alassane Plea, Marcus Thuram und Lars Stindl einen exzellenten Angriff vorweisen. Doch gab es auch Spieler, die als Torjäger verpflichtet wurden und alles andere als einschlugen.

90min wirft einen Blick auf die Stürmer der Borussia, die ihren Torinstinkt bei Vertragsunterzeichnung verloren hatten.

Selbstredend sind nur Spieler gelistet, die mehr als eine Handvoll Spiele für die Borussia absolvierten. Zudem ist die Torquote nur ein Indiz für die Torgefährlichkeit der Stürmer.

10. Luuk de Jong (2012 - 2014)

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PATRIK STOLLARZ/Getty Images

Luuk de Jong sollte symbolisch für einen Aufbruch der Borussia in höhere Tabellenregionen stehen. Für zwölf Millionen Euro verpflichtete man den Holländer 2012 von Twente Enschede. Bis heute wird spekuliert, dass der damalige Gladbacher Trainer Lucien Favre den Stürmer gar nicht haben wollte und Max Eberl ihn dennoch verpflichtete. Die Folge: Nur acht Treffer in 45 Spielen konnte de Jong für sich verbuchen. 2014 ging er für 5,5 Millionen Euro zurück nach Holland zur PSV - und traf dort wieder wie am Fließband.

9. Marco Villa (1994 - 1999)

Marco Villa hatte es nicht leicht in Gladbach. Erst standen ihm Martin Dahlin und Heiko Herrlich im Weg, danach kamen Jörgen Pettersson (traf ordentlich in der Liga) und Andrzej Juskowiak (traf bescheiden in der Liga, dafür erstaunlich gut im Europapokal). Villa stand meist hinten an und wenn er spielte, dann zündete er wenig. 29 Einsätze in fünf Jahren und magere vier Tore später ging es für den geborenen Düsseldorfer ablösefrei nach Österreich.

8. Josip Drmic (2015 - 2019)

Josip Drmic
TF-Images/Getty Images

Ähnlich wie Luuk de Jong galt Josip Drmic als absoluter Goalgetter. Besonders zu seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg traf der Schweizer im Schnitt in jedem zweiten Spiel. Also schnappte sich Gladbach den Stürmer im Sommer 2015 zum "Schnäppchenpreis" von zehn Millionen Euro. Doch nachdem er anfangs wenig überzeugte, verletzte er sich schwer und kam nie wieder wirklich in Tritt. Auch eine Leihe zum HSV half ihm nicht mehr wirklich auf die Beine. Dennoch machte Drmic 54 Spiele für die Borussia, in denen er aber lediglich siebenmal traf. 2019 ging er für drei Millionen Euro zu Norwich City.

7. Peniel Mlapa (2012 - 2014)

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PATRIK STOLLARZ/Getty Images

Peniel Mlapa kam als deutscher U21-Nationalspieler 2012 nach Gladbach und sollte unter Lucien Favre zur absoluten Granate reifen. Allerdings floppte der bullige Stürmer gewaltig - in 31 Spielen erzielte er nur vier Tore. 2014 verlieh man ihn zum 1. FC Nürnberg, die ihn ein Jahr später fest verpflichteten. Aktuell ist er in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter Vertrag.

6. Kahê (2005 - 2007)

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DAVID HECKER/Getty Images

Im Sommer 2005 wollte die Borussia scheinbar einen klangvollen Namen verpflichten, also zahlte man 1,2 Millionen Euro an Palmeiras für den Brasilianer Carlos Eduardo de Souza Floresta, kurz: Kahê. Doch der hüftsteife Mittelstürmer war genauso "brasilianisch" wie Marcelo Pletsch, nur dass letzterer ein Einsehen hatte und sich in der Abwehr aufhielt. In 56 Spielen für die Borussia erzielte Kahê - wie auch immer - sechs Tore, bevor er 2007 für einen unbekannten Betrag in die Türkei wechselte.

5. Raúl Bobadilla (2009 - 2011 und 2017 -2018)

Raul Bobadilla
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Raúl Bobadilla machte in seiner ersten Zeit bei der Borussia vor allem mit Undiszipliniertheiten von sich reden. Nach mehreren Eskapaden war man froh, ihn 2011 wieder losgeworden zu sein. Dennoch holte man ihn 2017 erneut, da er in der Zwischenzeit mit guten Leistungen beim FC Augsburg auf sich aufmerksam machen konnte. Allerdings schien Bobadilla da schon über seinem Zenit befindlich und nur ein Jahr später zog es ihn nach Argentinien. Seine Gesamtbilanz bei Gladbach: 75 Spiele - 8 Tore.

4. Marek Heinz (2004 - 2005)

Bei Marek Heinz wusste man nie genau, für welche Position er denn eigentlich verpflichtet wurde. Als nomineller Mittelstürmer wurde er auch auf dem Flügel oder als Zehner eingesetzt. Doch unabhängig seines Aufgabenfeldes erzielte der Tscheche nur zwei magere Törchen in 24 Auftritten für die Borussia - bei Banik Ostrau waren es in der Saison davor 19 Tore in 33 Partien. Nach einem Jahr gab man ihn in die Türkei ab.

3. Marco Küntzel (2001 - 2003)

Marco Küntzel galt als vielversprechender Stürmer, machte aber in zwei Jahren nur 20 Spiele für die Borussia. 502 Minuten stand er dabei auf dem Feld und konnte nur ein einziges Mal treffen. Mit 0,05 Toren pro Partie hat er damit dieselbe Quote vorzuweisen, wie die beiden Herren vor ihm in der Liste.

2. Markus Feldhoff (1998 - 1999)

Markus Feldhoff kam 1998 für umgerechnet satte 1,4 Millionen Euro von Bayer Leverkusen und sollte der Borussia mit seinem Namen zu neuem Glanz verhelfen. Allerdings machte er in 19 Partien (769 Minuten) nur ein einziges Tor und wurde sofort wieder verkauft - für 520.000 Euro an den VfL Wolfsburg.

1. Thomas Herbst (1983 - 1986 und 1987 - 1988)

Thomas Herbst ist ein Phänomen. Er stand in 81 Begegnungen für Gladbach auf dem Feld, traf aber nur viermal. Man muss allerdings darauf hinweisen, dass er überwiegend auf Kurzeinsätze kam. Denn zu seiner Zeit hatte die Borussia mit Hans-Jörg Criens, Ewald Lienen, Frank Mill und Uwe Rahn ganz andere Kaliber im Kader. Dies hatte zur Folge, dass Herbst auch bei längeren Einsätzen wenig zu melden hatte, was Zuspiele auf ihn in aussichtsreicher Position betraf. Bezeichnenderweise stand er 1984 beim 10:0 über Eintracht Braunschweig und 1987 beim 8:2 gegen den HSV jeweils die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Seine Bilanz aus beiden Partien: 0 Tore, eine Gelbe Karte.