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Eberl lacht über Zakaria-Schmerzgrenze - "Werden keinen Eckpfeiler verkaufen"

Max Eberl
Seit 2008 Sportdirektor der Borussia: Max Eberl | DeFodi Images/Getty Images

Borussia Mönchengladbach musste in den letzten Jahren immer wieder wichtige Leistungsträger ziehen lassen. Auch in diesem Sommer halten sich die Gerüchte um die Top-Spieler der Fohlen hartnäckig. Neben Abwehrchef Matthias Ginter soll auch Denis Zakaria bei einigen europäischen Schwergewichten hoch im Kurs stehen. Über eine vermeintliche Schmerzgrenze beim defensiven Mittelfeldspieler kann Sportdirektor Max Eberl allerdings nur lächeln. Der Funktionär will in diesem Jahr keinen "Eckpfeiler" abgeben.

Auch wenn die Borussia in den Pokalwettbewerben hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, kann man am Niederrhein auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Trainer Marco Rose führte die Fohlen in seiner ersten Spielzeit in die Champions League. Durch die Qualifikation für die Königsklasse gestaltet es sich für die Gladbacher einfacher, die durch die Corona-Pandemie verursachten Einbußen auszugleichen.

"Es ist das erste Mal, dass wir keinen unserer Eckpfeiler verkaufen werden"

Max Eberl

"Unsere Einnahme aus der Champions League war nicht eingeplant, deswegen hilft uns das deutlich vermehrte Geld zur Sicherung des Klubs, auch wenn wir noch nicht genau wissen, wie die Fernsehverträge sich am Ende wirklich auszahlen", sagte Eberl im Interview mit der Westdeutschen Zeitung. "Wir haben diese Königsklasse jetzt zum dritten Mal erreicht. Aber es ist das erste Mal, dass wir keinen unserer Eckpfeiler verkaufen werden und den Kader so zusammenhalten."

Denis Zakaria
Zog sich im März eine Knieverletzung zu: Denis Zakaria | DeFodi Images/Getty Images

Der Sportdirektor nimmt auch die Gerüchte um Zakaria, der bei Manchester City weit oben auf dem Zettel stehen soll, gelassen zur Kenntnis. "Es amüsiert mich, wenn es am nächsten Tag nach meiner Aussage heißt, Man City will aber doch und es gebe Absprachen ab 50 Millionen Euro", erklärte der 46-Jährige. Laut Eberl gibt es beim Schweizer Nationalspieler allerdings keine Schmerzgrenze. "Es gibt Stand heute nichts, das mich dahin bringen würde, dass ich einen Spieler abgeben würde", stellte der Ex-Profi klar.

Dadurch habe man jedoch auch keine Millionen für neue Spieler zur Verfügung, "sondern einen kleineren Rahmen", sagte Eberl. "Und trotzdem haben wir die Chance, den Kader mit zwei Spielern zu ergänzen. Dann sind wir am Ende quantitativ und qualitativ gut aufgestellt ", führte der Funktionär weiter aus.

Mit Hannes Wolf hat die Borussia bereits einen Wunschspieler von Rose verpflichtet. Der offensive Mittelfeldspieler ist für eine Saison von RB Leipzig ausgeliehen. Eberl liebäugelt noch mit der Verpflichtung eines neuen Achters, will sich allerdings "nicht zu sehr festnageln lassen".