Borussia Mönchengladbach

Kramer: Mannschaft registriert Rose-Gerüchte - "Kannst du gar nicht ausblenden"

Stefan Janssen
Christoph Kramer.
Christoph Kramer. / Lars Baron/Getty Images
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Christoph Kramer hat Sport1 ein Interview gegeben. Dabei ging es natürlich um die aktuelle Situation bei Borussia Mönchengladbach - auf und neben dem Platz. Die Gerüchte um Trainer Marco Rose und einige Spieler nehme die Mannschaft schon wahr, zudem wollen Kramer und seine Kollegen die Derby-Niederlage schnell vergessen machen.

Die Rotation möchte Christoph Kramer nicht als Ausrede gelten lassen, wieso Gladbach gegen den 1. FC Köln verloren hat. Diese habe "dem Trainer in den letzten anderthalb Jahren recht gegeben", sagt der 29-Jährige: "Jetzt hat es einmal nicht geklappt, da darf man aber nicht gleich sagen, dass er sich verzockt hat. Wenn wir jedes zweite Spiel wegen der Rotation verlieren, würde ich von verzockt sprechen. Das ist mir bei einem Spiel aber viel zu kurzsichtig."

"Wir sind selbst total sauer auf uns", berichtet Kramer weiter. Er könne den Zorn der Fans deshalb nachvollziehen. Gladbachs Anhänger waren zuletzt auf die Barrikaden gegangen, weil ihrer Meinung nach Marco Rose das Derby mit seinen sieben Änderungen und einigen Reservisten in der Startelf nicht ernst genug genommen hatte. Kramer: "Ein Derby zu verlieren, ist nicht schön. Es tut weh, wenn die Kölner in unserem eigenen Stadion diese Eckfahnen-Spielchen machen. Aber solche Sperenzchen gehören zum Fußball dazu."

Marco Rose.
Marco Rose. / Matthias Hangst/Getty Images

Was ebenfalls zum Fußball dazugehört, sind Diskussionen um Personalien. Auch die stören die Fans der Fohlen aktuell. Vor allem deshalb, weil sich Rose zum Beispiel nicht klar äußert, ob er nach der Saison zu Borussia Dortmund geht oder nicht. Auch an der Mannschaft gehe das nicht spurlos vorbei, wie Kramer sagt: "Das Thema kannst du gar nicht ausblenden. Wir registrieren das schon, es ist aber nicht so, dass wir in der Kabine großartig darüber sprechen."

Personal-Diskussionen beeinträchtigen Leistung nicht

Kramer sieht es eher positiv, dass Spieler bei anderen Vereinen im Gespräch sind: "Neben dem Trainer haben wir ja noch ein paar andere Spieler, bei denen wir nicht wissen, ob sie bleiben oder gehen. Aber das gehört dazu. Solche Dinge beeinträchtigen uns als Mannschaft in unserer Leistung nicht. Die Uhr wird sich auch im Mai oder Juni weiterdrehen – egal mit welchem Trainer, egal mit welchem Personal."

Zu seiner bei DAZN getätigten Aussage, der Schritt von Gladbach nach Dortmund sei gar nicht mehr so groß, steht Kramer auch weiterhin. Zwar könne der BVB mehr Gehalt zahlen und eher die Champions League garantieren, aber trotzdem: "Der Schritt ist definitiv kleiner geworden und meiner Meinung nach so klein, dass er sich vielleicht gar nicht mehr lohnt", sagt Kramer.

Nachdem Gladbach Dortmund in der Liga zuletzt auch mal wieder schlagen konnte, steht demnächst das Duell der beiden im Viertelfinale des DFB-Pokals an. Dort sieht Kramer auch die beste Chance, mit den Fohlen mal einen Titel zu gewinnen. "Wir haben mit dem BVB allerdings eines der schwersten Lose bekommen. Losglück hatte ich mit Gladbach noch nie", erklärt der Weltmeister von 2014: "Aber wir sehen das als absolutes Highlight-Spiel. Es sind drei Spiele auf dem Weg zum Titel."

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