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Bundesliga

Leverkusen entschuldigt sich bei Gladbach für Torhymnen-Provokation & Bakker-Foul

Yannik Möller
Beim vierten Treffer jubelte die Werkself mit Gladbach-Musik
Beim vierten Treffer jubelte die Werkself mit Gladbach-Musik / Lars Baron/Getty Images
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Die Partie zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach hatte die Gemüter erhitzt: Neben dem klaren Ergebnis standen ein provokanter Tor-Jubel sowie die Gladbacher Verletzungen im Fokus. Dafür entschuldigte sich die Werkself nun.


Die einen sehen es als Derby, die anderen nicht. Eines ist jedoch klar: das Duell zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach sorgt regelmäßig für Zündstoff. Aus der Sicht mancher Gladbacher wird über das jährliche Auswärtsspiel gerne als heimliches Heimspiel gesprochen. Das hatten auch Florian Neuhaus und Christoph Kramer mit einem Augenzwinkern im Vereinspodcast erwähnt.

Auch am vergangenen Wochenende gab es ordentlich Gesprächsstoff. Obwohl das Endergebnis den Spielverlauf nicht ganz so klar widerspiegelt, war das 4:0 ein klares Statement der Leverkusener. Als wäre diese klare Niederlage für die Gäste nicht schon demütigend genug, wurden zum vierten Treffer - erzielt von Nadiem Amiri (87. Minute) - die Torhymne der Gladbacher zweckentfremdet und in der BayArena gespielt.

Ein klares Fairplay-Foulspiel. Selbstverständlich wurde das als große sowie unnötige Provokation aufgenommen. Anscheinend steckt aber mehr Zufall als Boshaftigkeit dahinter.

Leverkusen entschuldigt sich: Eberl berichtet über Torhymnen-Fauxpas und Lainer-Schmerz

So erklärte Max Eberl der Bild, er habe diesbezüglich bereits eine Entschuldigung erhalten: "Wegen der Torhymne habe ich mit Rudi Völler telefoniert, er hat sich dafür bei uns entschuldigt. Zur Torhymne hat Rudi erklärt, dass dort nach Toren immer andere Songs abgespielt werden und offenbar ein Versehen vorlag. Es sei nicht die Absicht gewesen, uns zu provozieren oder vorzuführen."

Ob diese Erklärung so stimmt oder nicht, ist im Nachhinein natürlich schwer nachzuvollziehen. Womöglich hat sich der Stadion-DJ auch zu sehr über diesen klaren Sieg gefreut, sodass er noch ein wenig Salz in die Wunde streuen wollte.

Max Eberl
Max Eberl berichtete von der Entschuldigung seitens Rudi Völler / Christof Koepsel/Getty Images

Apropos Wunde: Aus diesem ohnehin schon ärgerlichen Spiel hat die Borussia noch den ein oder anderen Ausfall in der Mannschaft davongezogen. Besonders der Knöchelbruch von Außenverteidiger Stefan Lainer schmerzt. Er hatte sich durch das ungestüme Einsteigen von Mitchel Bakker verletzt.

"Rudi und dem Verein tun natürlich auch die Verletzungen sehr leid", so Eberl weiter. Bakker hatte sich nach dem Abpfiff bei Lainer entschuldigt, die Werkself schickte Genesungswünsche via Twitter. Als Resultat dessen hat der Sportdirektor auch direkt den Wechsel von Jordan Beyer abgesagt. Der 21-Jährige stand kurz vor einer Leihe zu Werder Bremen. Er sei nun "zu wichtig für uns selbst", betonte er.

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