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Borussia Mönchengladbach

Gladbach: Alexander Zickler richtet sich an die Fans - der leise Weg zum Cheftrainer?

Christian Gaul
Feb 8, 2021, 3:11 PM GMT+1
Alexander Zickler tritt leise aus dem Schatten
Alexander Zickler tritt leise aus dem Schatten | Lars Baron/Getty Images
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Inmitten des Unmutes ob der verlorenen Partie gegen den 1. FC Köln und der Querelen um die Zukunft von Trainer Marco Rose, meldet sich nun dessen Co-Trainer Alexander Zickler öffentlich zu Wort und richtet einen Appell an die Anhänger der Borussia. Damit übernimmt er nicht nur Verantwortung für seinen derzeitigen Chef, sondern tritt auch leise aus dessen Schatten.

Über seinen Instagram-Account bezieht Zickler Stellung zum verlorenen Derby und ruft die Fans auf, trotz der aktuellen Unruhe hinter der Arbeit der Verantwortlichen zu stehen.

"Liebe Fans, wir bedauern eure Enttäuschung über das verlorene Derby! Wir geben Tag und Nacht alles für diesen einzigartigen Verein, Borussia Mönchengladbach, daher ist es uns sehr wichtig, dass ihr geschlossen hinter uns steht, denn ihr seid die wichtigste Kraft!!!! Wir werden alles und noch mehr tun, um mit euch gemeinsam, die nächsten Herausforderungen zu meistern! Danke für euren Rückhalt!!!! Die Seele brennt ???", so Zicklers Aufruf im Wortlaut.

Der jetzige Co-Trainer von Marco Rose setzt damit ein gern angenommenes Zeichen in Richtung der Anhänger und zeigt sich damit wesentlich nahbarer, als sein derzeit mehr als verschlossener Chef. Eventuell könnte Zickler sogar eine interessante Personalie für die kommenden Entwicklungen rund um die Trainer-Frage bei der Borussia werden - wenn auch nur indirekt.

Zickler als Cheftrainer vorstellbar - Salzburg wäre "ein Traum"

Seit 2017 arbeitet Zickler als Co-Trainer unter Marco Rose, nach ihrer gemeinsamen Zeit bei RB Salzburg verschlug es das Tandem 2019 nach Gladbach. Zuvor war Zickler als Jugendtrainer in Salzburg und als Assistent beim FC Liefering tätig.

Zu seiner aktiven Zeit als Spieler bestritt Zickler über 300 Pflichtspiele für den FC Bayern und lief zwölfmal für das DFB-Team auf. Der mittlerweile 46-Jährige äußerte sich bereits im vergangenen Oktober sehr zuversichtlich, eines Tages auch die Rolle des Cheftrainers übernehmen zu wollen.

"Aktuell habe ich das Gefühl, dass ich mich in meiner Rolle als Co-Trainer noch weiterentwickle und dazulerne. Solange das der Fall ist, gibt es für mich keinen Grund, etwas daran zu ändern. Ich kann es mir aber schon vorstellen, später Cheftrainer zu werden", so Zickler gegenüber Sport1.

Alexander Zickler war bereits als Spieler für Salzburg aktiv
Alexander Zickler war bereits als Spieler für Salzburg aktiv | EuroFootball/Getty Images

Allerdings scheint der ehemalige Bayern-Stürmer nicht die Borussia als Klub für sein Engagement als hauptverantwortlicher Übungsleiter zu präferieren. "Salzburg zu trainieren, wäre ein Traum. Ich fühle mich wohl in der Stadt, kenne und schätze viele Leute im Klub und meine Familie wohnt dort", ließ er im selben Interview wissen.

Tatsächlich war Zickler nicht nur bereits Jugend- und Co-Trainer in Salzburg, von 2005 bis 2010 ging er schon als Aktiver fünf Jahre für den Klub auf Torejagd. Eventuell könnte er zur kommenden Saison Jesse Marsch beerben, der derzeit als Nachfolger für Marco Rose in Gladbach gehandelt wird.

Doch auch ohne diese vage Theorie wird Zickler sich die Situation um Rose genau anschauen und entscheiden, inwiefern er die weiteren Schritte seines langjährigen Kollegen und Freundes begleiten wird.

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