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Giftiger VfL Wolfsburg verhindert Leipzigs Tabellenführung | Spielbericht und Reaktionen

Christopher Kleis
Jan 16, 2021, 5:48 PM GMT+1
Renato Steffen (l.) traf gegen Leipzig.
Renato Steffen (l.) traf gegen Leipzig. | FABIAN BIMMER/Getty Images
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Der VfL Wolfsburg und RB Leipzig trennen sich unentschieden im Top-Duell. Die Wölfe liefern eine starke Vorstellung ab, auf die in den nächsten Wochen aufgebaut werden kann. Der VfL bleibt auf dem sechsten Rang stehen, während Leipzig sich mit dem zweiten Tabellenplatz zufrieden geben muss

Tore: 0:1 Mukiele (4.), 1:1 Weghorst (22.), 2:1 Steffen (34.), 2:2 Orban (54.)

Leipzig lässt nach gutem Beginn schleifen und Wolfsburg nutzt Chancen

Die Anfangsphase gehört den Gästen aus Leipzig. Schon nach vier Minuten erzielte Mukiele das erste Tor für die Sachsen. Haidara spielte in den Lauf von Forsberg und der Schwede legt im Strafraum quer auf Mukiele. Ganz schnell und einfach herausgespielt, gut gemacht von den Leipzigern. Danach behielt RB die Oberhand. Immer wieder probierte es RB mit der Seitenverlagerung über die schnellen Außenverteidiger. Ein Torschuss sprang dabei aber nicht mehr heraus.

Von da an übernahm der VfL Wolfsburg das Ruder. Die Niedersachsen hatten mehr vom Spiel, ließen den Gegner laufen und erzielten in der 22. Minute den Ausgleich. Gerhardt konnte unbedrängt flanken und in der Mitte kam Halstenberg gegen Weghorst zu spät. Der Flugkopfball ist gut in die lange Ecke platziert. Der verdiente Ausgleich für den VfL.

Und die gute Stimmung von Oliver Glasner sollte anhalten. Leipzig verlor immer mehr Duelle. So auch Marcel Sabitzer in der 34. Spielminute. Nach einer klasse Grätsche von Gerhardt landete der Ball bei Renato Steffen. Sein Schuss aus 18 Metern wird von Willi Orban unhaltbar für Gulasci ins Tor abgefälscht. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient.

Abstimmungsfehler sorgt für Wolfsburger Gegentor

Nach der Halbzeit kam Leipzig motiviert wieder auf den Platz. Noch eine Chance auf die Tabellenführung wollte man sich nicht entgehen lassen. In der 54. Minute war es dann Willi Orban, der seinen Fehler wieder gut machte. Nach einem Freistoß von der linken Seite versuchte es Haidara mit einem Seitfallzieher. Dem Trudelball ging Brooks überraschenderweise aus dem Weg, weshalb der verdutzte Casteels den Ball nur noch wegklatschen konnte. Orban stand richtig, war als erster am Ball und erzielte den Ausgleich.

Danach wurde es etwas ruhiger. Im Mittelfeld streuten sich ein paar kleinere Fouls ein. Leipzig übernahm aber wieder das Ruder. Die Gelegenheit zur Führung hatte aber Wolfsburg in der 62. Der Pfosten rettete für die Bullen. Casteels verhinderte in der 70. Minute die Leipziger Führung. Darauf musste er sich auch in den nächsten Minuten einstellen. Immer wieder kam Leipzig gefährlich vors Tor, aber die letzten Zentimeter fehlten. In der 84. Minute konnte eine scharfe Hereingabe von Angelino nicht genutzt werden, weil ein Stürmer in der Mitte fehlte.

Sinnbildlich für die Partie stand eine Szene aus der 92. Spielminute. Klostermann sprintete auf der rechten Seite durch, flankte in die Mitte, wo Kluivert und Poulsen verpassten. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann bekommt so langsam die Quittung dafür, dass man so viel Chancen liegen lässt. Man hätte den Sprung an die Tabellenspitze schaffen können, aber wieder einmal patzt man. Am Ende kann der VfL mehr mit dem Unentschieden anfangen als RB Leipzig.

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